Posts mit dem Label gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label gedanken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 10. Oktober 2017

Ein Jahr Hamburg

Heute sind wir genau ein Jahr im strahlend grauen Norden Deutschlands. Es ist definitiv ein großer Schritt, die Zelte in der Heimat, in der man aufgewachsen ist, in der man jede Ecke, jeden Winkel kennt, abzubrechen und 752km in den Norden zu ziehen. Doch die Entscheidung war bereits klar, als es das erste Mal gesagt wurde. Wenn du hier bist, bin ich es auch. 

Mittwoch, 4. Mai 2016

Glück

Bereits vor einem Jahr habe ich mir Gedanken über das Glück gemacht. Wo es herkommt, was mich persönlich glücklich macht. Das Ergebnis damals war: das wahre Glück liegt in einem selbst. Man darf es nicht abhängig machen von den Umständen oder von Personen. Es befindet sich ganz tief verborgen im eigenen Herzen, man muss es nur hervorkitzeln. Der These stimme ich noch immer zu, doch möchte ich sie heute gerne ergänzen. In Sizilien hatte ich ein Gespräch mit meiner Tante, das mir dahingehend erneut die Augen geöffnet hat. Sie erzählte mir, dass es unterschiedliche Arten von Glück gibt, nämlich das Glück im Kopf und das, das aus dem Bauch kommt. Man könnte also sagen, das Kopf-Glück ist ziemlich oberflächlich, hängt an materiellen Dingen und geht nicht in die Tiefe. Im schlimmsten Fall suggeriert der Kopf nur, dass man glücklich ist. Diese Art Glück findet sich in trivialen Befriedigungen, es ist temporär. Wie schön ist auf der anderen Seite das Gefühl des Glücks, wenn es aus dem tiefsten Bauch seinen Weg nach oben sucht, wenn es mit  Wärme und Licht den ganzen Körper erstrahlen lässt? Wenn es aus der Mitte des Körpers in jede Richtung, in jede einzelne Zelle wandern kann. Dieses Gefühl ist es, das das Leben erst lebenswert macht. Wenn man nicht anders kann, als zu grinsen und eine tiefe, elektrisierende Zufriedenheit im Körper spürt.

In einem Buch (Das Aleph, Jorge Luis Borges) bin ich ebenfalls in Sizilien auf einen Satz gestoßen, der mir die Welt offenbart hat: „den Sonnenuntergang betrachten, ohne ihn zu sehen“. Dieser Satz teilt das Sehen für mich in „Augen“ und „Herz bzw. Seele“. Wie oft schauen wir schöne Dinge an, aber sehen sie nicht wirklich? Der Sonnenuntergang ist schön, keine Frage, doch sehen wir nicht, was dahinter steckt. Was der Aufgang und der Untergang der Sonne für uns bedeuten, wie lebenswichtig die Sonne für uns ist. Wir schätzen diese kostbaren Minuten, in denen sie die Auferstehung und die Vergänglichkeit offenbart, nicht. Verbindet man das Sehen mit dem Glück-Ursprung, gehören Augen und Kopf, sowie Bauch und Herz zusammen. Damit landet man bei dem berühmten Satz aus Der kleine Prinz: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Obwohl ich den kleinen Prinz gelesen habe und mir dieser Satz durchaus bekannt ist, war die Erkenntnis an sich doch überwältigend. Für einen Moment hat es sich angefühlt, als wäre mir das gesamte Universum offenbar, alles hat sich an seinen Platz gefügt und Sinn ergeben. 


Samstag, 13. Februar 2016

smile

"You were a barista, you guys smile even if you are not feeling like it. Professional actors sometimes."


Ich mag es, neue Menschen kennenzulernen. Manchmal. Gespräche mit Menschen inspirieren mich zu Texten, lassen mich über mich und meine Gefühle reflektieren, ohne dass ich sie teilen muss.

Aber er hat Recht mit seinen Worten. Unabhängig vom Job, aber doch überwiegend in der Gastronomie, setzen wir unsere Maske auf. Die Gäste sollen ja sehen, dass es uns Spaß macht, was wir für sie tun. Und auch jeder andere soll denken, dass es uns gut geht. So laufen wir mit unseren Fake-Smiles durch die Gegend, täuschen unsere Umwelt und uns selbst. Nie würden wir zugeben, wie es wirklich um uns steht. Unsere Ängste teilen, unsere Träume teilen.

Was macht es uns so schwer, zu uns zu stehen? Einfach zu sagen "schau mich an, mir geht's beschissen!" Es ist die Schwäche, die man vor sich selbst und vor anderen eingesteht, das macht schwach und verwundbar. Man schämt sich für Tränen, für zu offene Worte, für die eigene Verletzlichkeit. Wie soll auch irgendjemand verstehen können, wie es mir geht? Schweigen ist einfacher.

Und jetzt setze ich mein Lächeln auf und geh raus in die Welt.

"Cool, finally my job is done. I can return to the bat-cave know. I've inspired Carina."


Danke.

Samstag, 6. Februar 2016

wie wird es sein?

Mittlerweile habe ich einen neuen/alten Job, im Theater, das ich nach meiner Reise letztes Jahr verlassen habe. Das hatte vielerlei Gründe, sowie auch die Rückkehr jetzt einige Gründe hat, dennoch scheint die Entscheidung sehr gut zu sein. Letzte Woche habe ich bei einem Ball gearbeitet, bei dem viele ältere Besucher waren, vor allem auch welche, die einen sehr gehobenen Eindruck erweckten. Während ich ihnen beim Tanzen zuschaute und sie mit Getränken versorgte, kamen mir einige Fragen auf, bzw. sind mir einige Dinge aufgefallen. 

Besonders süß fand ich ein Paar um die 70, der Mann tanzte etwas abseits mit seiner Frau und warf ihr sehr verliebte Blicke zu. Neben dem Wunsch, in diesem Alter auch solche Blicke zu ernten, fragte ich mich gleichzeitig, ob in unserer Gesellschaft derart lange Beziehungen überhaupt noch möglich sind. Bereits im Sommer habe ich mir viele Gedanken über Beziehungen und deren Langlebigkeit in unserer Generation gemacht, die häufig zurecht als "Wegwerfgesellschaft" bezeichnet wird. 

Weiter fragte ich mich, wie wir in unseren 40ern unsere Freizeit gestalten. Werden wir auch auf Bällen tanzen? Können wir überhaupt noch richtig tanzen? Werden wir zu Schlagerpartys gehen? Oder werden wir einmal im Monat die Kinder zu den Großeltern schicken und drei Tage auf einer Techno-Party durchfeiern? Es ist schwer vorstellbar, dass eine so wandelbare Generation wie unsere, tatsächlich einmal zur Ruhe kommen wird und den gleichen Aktivitäten nachgeht, die unsere Eltern jetzt haben.

Was ich auf jeden Fall nicht will: Langeweile, Routine, Eintönigkeit.

Lasst uns ein Leben lang unter den Regenbögen tanzen!

Donnerstag, 4. Februar 2016

fly away

Ich wünsche mir dieses Gefühl zurück. Die Freiheit, das Spontane, das Unbekannte. Allein in einer Stadt sein, alle Möglichkeiten offen haben. Die Sonne, die noch nicht vorhandenen Pläne.

Ein Jahr ist meine Reise mittlerweile her, die so viel in mir und um mich herum verändert hat. Ich bin anders, mein Leben ist anders. Es ist so, wie ich es möchte, so, wie ich glücklich sein kann. Und es bin. Die Zeit rast, alles verändert sich so wahnsinnig schnell. Zwischen Stress, Arbeit und Uni bleibt kaum Zeit für das Wesentliche; Leben. Genießen. Frei sein.

Aber ich fühle mich angekommen, nach 1,5 Jahren, die ich jetzt in der Stadt wohne. Ich kann mich fallen lassen, es sind viele wundervolle Menschen um mich herum, deren alleinige Anwesenheit meine schlechten Gedanken vertreiben.

Dennoch wünsche ich mich zurück. Ich habe das Gefühl, auf der Stelle zu stehen, mich nicht weiter zu entwickeln. Ich will etwas Neues sehen, wieder ans Meer und Zeit für mich. Nur für mich.

To be continued in April...

Freitag, 22. Januar 2016

about friendship

Ich hatte nie viele Freunde, schon gar keine langen, konstanten Freundschaften. Und die zwei Menschen, die den längsten Platz in meinem Leben haben, sehe ich kaum. Die Freundin aus Kindergarten-Tagen und der einzige Mensch, der wirklich jedes schmutzige Geheimnis meinerseits kennt. Früher habe ich mir immer eine große Gruppe an Freunden gewünscht, in der jeder mit jedem befreundet ist und sich alle lieb haben. 

Doch seit ich denken kann, ist mein Leben gespickt von einzelnen Freundschaften, die aber kaum miteinander harmonieren. Oder sich so schnell wieder auflösen, wie sie begonnen haben. Mein Freundeskreis wechselt nach besten Freundinnen und Beziehungen, doch nichts geht so tief, dass es überdauern würde. Von den Freundschaften, die durch Vertrauensbrüche zerstört wurden, fange ich besser erst gar nicht an.. 

Wenn man ein breit gefächertes Spektrum an "Einzelfreunden" hat, ist es natürlich richtig schwer, jedem gerecht zu werden und jedem die ihm gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. So sehr mich das gestört hat, so glücklich war ich doch, als mir folgendes aufgefallen ist:

Jeder meiner einzelnen, wundervollen Freunde, spiegelt einen Teil meiner Persönlichkeit wider.

Mit den meisten teile ich die abgöttische Liebe zu bestimmten Dingen (Linkin Park, Hip-Hop, Superhelden, Star Wars, Paulo Coelho, Harry Potter, ...). Und genau diese die Freundschaft konstituierenden Dinge machen ebendiese so besonders. 

Wozu eine riesen Gruppe an Freunden, wenn ich für alles, das ich liebe, genau die richtigen Freunde habe? 

Mittlerweile bin ich bei Freunden auch ziemlich wählerisch geworden, daher hat sich jeder, der momentan Teil meines wundervollen Lebens ist, seinen Platz redlich verdient <3 

Montag, 4. Januar 2016

Der Prinz und die Elfe

Als ich die Küche betrat, fiel mein Blick direkt auf dich. Es war, als würde die Zeit still stehen. Dieser Moment, der sich in meinen Kopf eingebrannt hat. Ein fester Händedruck, ein erstes "Hallo", das in einem stundenlangen Gespräch endete. Die Blicke, die mehr als tausend Worte sagten. Dieses Gefühl, dass alles richtig ist. Dieses Gefühl, angekommen zu sein, zuhause zu sein. Das gefunden zu haben, nach dem ich nicht gesucht habe. Durch einen Zufall, als hätte alles auf diesen Moment gewartet. "Erzähl mir mehr davon!" Dieser Satz, der mir so viel bedeutet. 
Aus diesen Stunden wurden Tage, Wochen, Monate. Gespräche, durchtanzte Nächte. Gemeinsame Leidenschaften. Ein Buch, alles schwarz auf weiß. 
Das ist unser Jahr. Das ist unsere Zeit.



"Was aus dem Prinz und der Elfe geworden ist? Wie es in Märchen nun einmal so ist, haben sie selbstverständlich geheiratet und in Frieden das Land regiert.Und wenn sie nicht gestorben sind, dann... nein, lassen wir das. Sie sind glücklich."

Ein Elfenmärchen

Montag, 30. November 2015

Love is the answer

Was ist naheliegender als die Liebe? Was ist wundervoller als die Liebe? Warum verdrängen wir die Liebe so oft und lassen Hass/Wut/Verzweiflung/... unsere Herzen einnehmen? 

Love is the answer!

Der sinnvollste Weg, das Leben zu leben, ist mit Liebe. Liebe für die Luft zum Atmen, das Dach über dem Kopf. Liebe zur Familie, zu Büchern, Wörtern. Liebe zu den Freunden, den Menschen um uns herum. Was ist einfacher, als allem mit Liebe zu begegnen? Die Liebe zu uns selbst, die uns stark macht, uns Mut gibt und das Leben lebenswert macht. 

Wenn man doch nur die Herzen aller Menschen öffnen könnte und diesen kleinen Samen der Liebe, der alles verändert und besser macht, dort einpflanzen könnte. Wenn doch nur jeder meine Liebe zu meinem Leben, meiner Familie (Freunde eingeschlossen) und zu mir selbst spüren, nehmen und mit jedem teilen könnte. 

Es wird alles so viel einfacher, wenn man den Dingen mit Liebe begegnet. Das Negative aus dem Leben verbannt und die positiven Energien die Welt verbessern lässt. Den Menschen um uns herum sagt, wie sehr man sie liebt. Immer. 

Die Liebe sollte uns umdenken lassen, uns die Welt retten lassen, die Menschheit retten lassen, unser eigenes Leben wertvoll machen. Lasst die Liebe zur Motivation werden, zum Grund, morgens aufzustehen. Zum Lächeln in jedem einzelnen Moment. Lasst uns durch die Liebe das Leben genießen, uns über jeden Atemzug freuen. Lasst uns die Liebe an die weitergeben, die sie so dringend brauchen.

Lasst uns ein paar lächerlich-schöne Hashtags einführen, die unserer medienfokussierten Welt entsprechen: #loveforhumanity #sharelove #loveistheanswer #loveyourself #lovesavestheworld

Samstag, 3. Oktober 2015

this feeling...

Ganz zaghaft bin ich in dein Leben gestolpert. Dort gibt es Feen, Einhörner und Glitzer, also habe ich beschlossen, zu bleiben. Eigentlich ist das gar nicht meine Art, ich bin sehr laut und tollpatschig. Ohne viel Krach funktioniert nichts. Doch hier ist alles leise und vor allem sehr intensiv. Das Herz öffnen, das Neue hinein lassen. Es braucht nicht viele Worte, dennoch sind sie da, obwohl sie dieses Gefühl nicht einmal ansatzweise beschreiben könnten.

Ich habe von einem Ort geträumt, an dem ich noch nie war.
Einem Ort, an dem die Zeit nicht existiert.
Einem Ort, der überall sein könnte.
Einem Ort, der eigentlich nur ein Gefühl ist.
Ein Ort, der sich wie Liebe anfühlt und das Gefühl von zuhause sein widerspiegelt.

Ich habe diesen Ort gefunden.


Timidly I stumbled into your life. There are fairys, unicorns and glitter, so I decided to stay. Indeed this doesn't happen often, since I'm a loud and clumsy person. Nothing's working without noise. But now, everything is quiet and really intensive. Opening the heart, welcoming the new. Only a few words are neccessary, but a lot are there, although the could never be able to describe this feeling.

I've been dreaming about a place I've never been to.
A place where time doesn't matter.
A place that could be anywhere.
A place that is just a feeling.
A place that is like love and represents the feeling of being at home.

Finally I've found that place.

Samstag, 26. September 2015

reality

Wir sitzen auf dem Fensterbrett, das uns mittlerweile so vertraut ist. Es ist wie ein Portal in eine andere Welt, weitab der Realität. Vor allem nachts. "Gestern war die Straße so voll, obwohl sie leer war. So schöne Lichter.", sagt sie. "Heute sind dort zu viele Menschen, die keine Ahnung von unserer Welt hier oben haben. Die Welt, die so schön bunt, frei und ohne Probleme ist." Mittlerweile ist es wieder hell, die Ereignisse der letzten Nacht nur noch an unseren Augenringen sichtbar.

Wir sitzen in der Küche, auf dem Boden. "Die Welt ist so hässlich...", murmle ich vor mich hin. Entsetzt schauen sie mich an. "Ist das dein Ernst? Schau doch mal nach draußen. Was siehst du?" Unbeeindruckt werfe ich einen Blick durch das Fenster hinter mir. "Bäume, Häuser, Wolken, nichts besonderes..." - "Du siehst die falschen Dinge. Siehst du nicht, wie die Sonne leicht durch die Wolken bricht und den Kirchturm anstrahlt? Wie die Blätter sachte im Wind tanzen? Das ist wunderschön und strahlt so eine Ruhe aus."


We're sitting on the sill, which meanwhile feels really familiar. It's like a portal into another world, far away from reality. Especially at night. "Yesterday the streat was so crowded, even though it was empty. So many beautiful lights.", she says. "Today there are too many people, that have no idea about our world above here. This world, which is colorful, free and without problems." Meanwhile it's bright again, the incidents of last night are only visibile by our eye bags.


We're sitting in the kitchen, on the floor. "The world is so ugly...", I mutter. They're looking at me kind of horrified. "Are you serious? Just look outside. What do you see?" I have an umpressed look outside the window on my back. "Trees, houses, clouds, nothing special..." - "You look at the wrong things. Can't you see how the sun slightly breaks the clouds and illuminates the steeple? How the leafs gently dance in the wind? That's beautiful and so calming." 

Montag, 7. September 2015

talking / listening

Was ich seit langem ziemlich vermisse sind die besonderen Gespräche. Die, die so tief gehen, dass sie das Leben verändern. Die, die Hoffnung geben, Emotionen schaffen und die Wahrheit ans Licht bringen. Die Worte, die zum Nachdenken anregen. In den meisten Fällen versetze ich mich eher in die Rolle des Zuhörers, denn ich möchte lernen. Ich möchte andere Blickweisen auf das Leben sehen, die Gedanken der Menschen um mich herum kennen.

Mit oberflächlichen Gesprächen hingegen komme ich überhaupt nicht klar. Mich interessiert nicht, wie das Wetter ist, was dein Hund heute tolles gemacht hat oder wie sehr du deine Arbeit hasst. Mich interessiert der Mensch dahinter, mit seinen Träumen, Ängsten, Wünschen. Mich interessieren die Emotionen, deine Ansicht von der Welt, vom Leben, vom Tod. Mich interessiert nicht dein Mittagessen, sondern was du denkst, wenn du nachts wach liegst und nicht schlafen kannst. Ich unterhalte mich mit Menschen, um meinen Horizont zu erweitern, nicht, um mir den neuesten Klatsch und Tratsch anzuhören. 

Glücklicherweise hat mein Leben die erstaunliche Fähigkeit, mir die Menschen immer zur richtigen Zeit zu bringen. Die, die mir vor Augen halten, was in mir steckt. Die, die mich zum machen anregen. Die, die mir die schönsten Orte zeigen. Die, die mich wieder an die Menschheit glauben lassen. Die, die mich mit ihren Geschichten, ihren Worten beflügeln können. Die, die mich in andere Welten bringen.


Und manchmal muss man auch gar nichts sagen, sondern sich nur in die Augen sehen. Die Augen verraten so viel, denn sie sind der Spiegel der Seele, man sieht auch sich selbst darin.



I really miss those special conversations. Those, that are going deep and are able to change your life. Those, that spend hope, create emotions and show the truth. Those words, that make you think. Most of the time I only listen since I want to learn. I want to know other people's view on the world, know their thoughts. 

I can't handle trivial conversations. I'm not interested in the weather, the cute things your dog is doing or how much you hate your job. I'm interested in the person, your dreams, fears and wishes. I'm interested in emotions, your view on the world, life and death. I'm not interested in your lunch but what you're thinking when you can't sleep at night. I'm talking to people to expand my own horizon, not to listen to gossip.

Luckily my life is able to give me people on the right time. Those, who show me what's inside myself. Those, who make me do. Those, who show me lovely places. Those, who make me trust in humanity again. Those, whose words and tales inspire me. Those, who take me into other worlds.

And sometimes, you don't need to talk at all, but just look into the other person's eyes. Eyes reveal a lot, they're the mirror of your soul, you can see yourself in them.

Sonntag, 6. September 2015

madness

Wer mich privat kennt, weiß von meiner in den letzten Monaten exponentiell gestiegenen Liebe für Superhelden. Schon lange finde ich Batman ziemlich super, doch mittlerweile hat sich das Interesse auf das gesamte DC-Universum, das Marvel-Universum, Star Wars, Star Trek und Comics im Allgemeinen ausgeweitet (ja, ich werde zum Nerd-Mädchen!). Besondere Zuneigung erfährt seit jeher der Joker, für mich eine der spannendsten Figuren. Das ist nur einer der Gründe, warum ich Suicide Squad nächstes Jahr kaum erwarten kann! Generell sympathisiere ich eher mit den Bösewichten, so beispielsweise auch mit Hannibal Lecter. 

People that know me privately recognized an exponentially increased love concerning superheroes. I adore Batman for quite a while, but my interests spread on DC-Universe, Marvel-Universe, Star Wars, Star Treks and Comics in general. Special affections applies to the Joker, one of the most interesting characters. That's one of the reasons I can't wait for Suicide Squad being released next year. Generally I sympathize rather with the villains, for instance with Hannibal Lecter as well. 


Um meiner Liebe zum Joker Tribut zu zollen, habe ich gestern ein kleines Schmink-Projekt gestartet, dessen Resultat ich natürlich niemandem vorenthalten möchte. Ursprünglich hatte ich geplant, eine Serie mit verschiedenen Facetten meiner Persönlichkeit zu erstellen, aber gerade bin ich unsicher, ob die Welt das ertragen kann. Interessant waren nämlich die Reaktionen meiner Facebook-Freunde, die doch sehr gemischt ausfielen. Einige schrieben mich direkt an und fragten, ob es mir schlecht gehe und was es mit diesen merkwürdigen, traurigen, düsteren Bildern auf sich hat. Mein erster Gedanke? Banausen! Keine Ahnung von Kunst! Mein zweiter? Warum fühlen sich Menschen davon angegriffen? Sind wir nicht alle ein bisschen mad? Grundsätzlich befürworte ich die Zurschaustellung der eigenen Verrücktheit voll und ganz!

For paying tribute to the Joker, I started a little make up project, and I'd love to share the results with you guys. Initially I planned to do a series of pictures showing all facets of my personality, but I'm not quite sure right now if the world's ready for that. My friends' reactions to the photos was really interesting, some messaged me asking if I'm ok and why I'm posting those strange, sad and gloomy photos. My first thought? Fools! They don't know anything about art! The second one? Why do they feel attacked by photos? Aren't we all a little mad? In principle I support showing your own madness.


Also begann ich mir weitere Gedanken machen, was letztlich zu diesem Post führte. Ein weiterer Anstoß hierfür war die Aussage eines Freundes vor kurzem: Weißt du, warum du den Joker so toll findest? Du identifizierst dich mit ihm! Anfangs habe ich das abgestritten, doch mittlerweile ist mir klar, dass er durchaus recht hat. Was nicht heißen soll, dass ich das Töten von Menschen aus Spaß gutheiße, im Gegenteil, ich bin ja eher pazifistisch veranlagt. 

So I started thinking about it, which lead to that post. Another reason was a friend's statement: Do you know why you like the Joker? You identify with him! First I neglected, but I realized that he's right. That doesn't mean that I support killing people for fun, not at all since I'm pacifistic.


Um die Sachlage angemessen analysieren zu können, erfolgt an dieser Stelle ein Zitat aus The Dark Knight: Introduce a little anarchy. Upset the established order, and everything becomes chaos. I'm an agent of chaos. Oh, and you know the thing about chaos? It's fair! 
Chaos? Super! Ich lebe im Chaos, durch und durch. Hinter dem Zitat steckt folgendes "Experiment": man bringe Menschen in Extremsituationen, in denen sie zwischen moralischem und unmoralischem Handeln wählen müssen. Im Film (Achtung Spoiler!!!) wird zum einen Harvey Dent in diese Situation gebracht, zum anderen die Bürger von Gotham (es gibt zwei Fähren, die eine mit Häftlingen, die andere mit Normalbürgern; beide Fähren können über Leben und Tod der anderen bestimmen). Vom Grundansatz her ist die Idee nicht schlecht, so setzen sich zum einen die Menschen mit sich selbst und ihrem eigenen Handeln auseinander, zum anderen erfährt der "Chaosbringer" auch einiges über die Menschen, die er testet.

To analyse the situation appropriately, here's a quote of The Dark Knight: Introduce a little anarchy. Upset the established order, and everything becomes chaos. I'm an agent of chaos. Oh, and you know the thing about chaos? It's fair! 
Chaos? Awesome! I'm living the chaos. The quote bases a social "experiment": bringing people into extreme situations which make them decide between acting morally or immorally. The principle is not bad, since people are confronted with their character and their actions.



Der Joker ist für mich eine Figur, die einfach lebt und das Nachdenken weglässt. Gut, er ist natürlich ein Extrem, aber man muss ja nicht den kompletten Charakter adaptieren. Tatsächlich bin ich in der Lage (man mag es kaum glauben...) die diversen Eigenschaften des Jokers in für mich plausible Charakterzüge bzw. Handlungsweisen zu übersetzen. Seine anarchistischen Gedanken geben ihm die absolute Freiheit, zu tun und zu lassen, was er will. Wofür man dies einsetzt, ist nunmal jedem selbst überlassen. Außerdem nimmt er die Welt mit einer großen Portion Ironie, Sarkasmus und Zynismus, why so serious? Das Leben ist hart genug, warum es dann nicht mit Witz nehmen? Eine Eigenschaft, die man zu 100% annehmen kann, ist seine Ablehnung gegen Geld und materielle Besitztümer, so besitzt er ja nicht mehr, als eine Auswahl an diversen Messern. 

I interpret the Joker as a character that simply lives and doesn't think so much. Well, he is extreme, but nobody's forced to adapt the whole character. Indeed I'm able to translate his characteristics into something plausible. His anarchistic thoughts give him a lot of freedom, everybody's responsible for how to use that. Moreover, he's living in irony, sarcasm and cynicism, why so serious? Life's hard enough, why not taking it joking? One attribute everybody should adapt is to reject money and material possessions; he doesn't own more than a variety of knives. 



Samstag, 29. August 2015

the world

Der häufigste Satz, den ich zurzeit sage ist "traurige Welt". Eigentlich ist es nicht mal ein Satz, aber er beschreibt genau das, was ich denke. Warum? Machen wir uns mal Gedanken darüber, als Philosophie-Studentin kann man sowas ja mal...

Dass die Welt von Geld regiert wird, dürfte ja für niemanden eine bahnbrechende Neuigkeit sein, doch sehen wir uns doch mal die Auswirkungen genauer an: Wir leben in einer Welt, in der der Konsum an oberster Stelle steht, das teuerste Auto, das größte Haus, die meiste Kleidung, das neueste technische Gerät. (mehr zum Thema Konsum(-wahn)? Hier und hier!)
Wir erwarten, dass uns Kleidung zu Spottpreisen hinterhergeworfen wird, während wir uns über den Mindestlohn von 8,50€/Stunde beschweren aber vollkommen vergessen, dass die Näherinnen in Kambodscha einen Bruchteil davon am Tag bekommen. Ich war in Kambodscha und hab die dortigen Zustände gesehen und mich für meine H&M-T-Shirts geschämt! Außerdem ist es mir unerklärlich, wie die Eröffnung eines Primarks Massenhysterien bei Frauen auslöst. Billig produzierte Kleidung die man nach 2 mal Tragen wegwerfen kann? Nein danke! Ist ja schön, wenn die Werbung uns suggeriert, dass der Kleiderschrank aus allen Nähten platzen muss, aber macht uns das glücklicher? Nein, denn wenn wir ehrlich sind, tragen wir die Hälfte davon sowieso nicht.
Der Witz geht weiter bei den Schönheitsprodukten: warum müssen wir die natürliche Schönheit, (Lach-)falten usw. unter kiloweise Make-Up (im besten Fall Botox) verdecken, das zu 90% an Tieren getestet wurde und unzählige Chemikalien enthält, die größtenteils die Fortpflanzungsorgane beeinflussen? Man könnte das durchaus als "natürliche" Auslese bezeichnen. Tatsächlich habe ich die besten Komplimente in Asien bekommen, als ich komplett ungeschminkt war. Glücklich sein und lachen macht schön genug ;)
Wir möchten ein halbes Kilo Fleisch für 3€ kaufen und wundern uns, dass wir krank werden, weil die Tiere aufgrund der Massentierhaltung (-> ermöglicht die günstigen Preise) vollgepumpt mit Medikamenten sind. Dass vegetarisch/vegan/bio durchaus schmeckt und auch erschwinglich ist, beweisen in Augsburg Läden wie die Schwarze Kiste, Cafe 13 oder Shushu Falafel.  
Wir leben in einer absoluten Wegwerfgesellschaft, was sowohl Beziehungen, Freundschaften als auch diverse Konsumgüter betrifft. Wörter wie Recycling und Nachhaltigkeit scheinen den meisten Menschen ein Fremdwort zu sein, ebenso wie Loyalität, Vertrauen und Nächstenliebe. (mehr zum Thema Beziehung/Liebe? Hier, hier und hier!)
Was ist das für eine Welt, in der Firmen wie Coca Cola oder Nestlé eine Existenzberechtigung haben?! Wen interessiert es schon, dass Menschen in Afrika ihr Menschenrecht auf Wasser verwehrt wird, während wir uns die gesunde (nicht-aspartam-haltige; nicht-diabetes-fördernde; nicht-Gentechnik-beinhaltende; ...) Cola aus den Kunststoffflaschen genehmigen können? Oder das stille Wasser, das in Deutschland durchaus gleichzusetzen mit dem Wasser aus dem Wasserhahn ist? 
Warum muss sich Deutschland immer noch für eine nationalsozialistische Vergangenheit schämen/rechtfertigen, während die USA und diverse andere Länder (z.B. Kambodscha) weitaus größere Genozide begehen, die unter den Tisch gekehrt werden? Warum werden Kriege zur Machtdemonstration geführt, wenn man doch mit dem Geld beispielsweise die Entwicklung einiger Länder fördern könnte? Ach Moment, dann würde die Waffen-Lobby ja nicht mehr so viel verdienen... 
Und warum spielt eigentlich Intoleranz immer noch so eine große Rolle? Wer gibt einem das Recht, Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft (sind wir denn nicht alle Menschen?!), ihrer Religion, ihres Geschlechts, ihrer Sexualität oder ihres Lebensstils zu verurteilen? Warum fällt es uns so schwer, Vorurteile abzulegen und den Mensch einfach als Mensch zu akzeptieren, mit allen Ecken und Kanten? 
Noch ein Wort zur Bildung. Wie können junge Menschen eine reelle Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, wenn zum einen unzählige Jahre Berufserfahrung Einstellungsvoraussetzung sind, man mit unbezahlten Praktika abgespeist wird und die anderen unter Bildung das Nachmittagsprogramm bei RTL verstehen? Für vernünftige Bildung braucht man nicht notwendigerweise Abitur oder muss alle Werke von Hesse auswendig rezitieren können! Für seine eigene Bildung ist letztendlich jeder selbst verantwortlich, ein Anfang (zumindest für mich) wäre es natürlich, sich mit den oben genannten Themen auseinander zu setzen. 

Abschließend möchte ich anmerken, dass auch ich nicht perfekt bin. Ich möchte mit diesem Text hauptsächlich zum Nachdenken anregen. Willst du die Welt verändern, musst du zuerst dich ändern!



(for an English version, search for "who owns water", "nestlé water" or something like that)


The words I use frequently these days are "sad world". They exactly describe my thoughts. Why? Let's think about it, as a Philosophy student I should be able to do that...

The world is ruled by money. Big surprise! But let's have a look on the effects: we live in a world, in which consumption seems to be the most important thing, the most expensive car, the biggest house, the most clothes, the newest technical device. (more articles about consumption? Here and here!)
We expect the possibility to buy clothes for a ridiculously low price, while we complain about the minimum wage (8,50€/hour in Germany) but totally forget that the seamstresses in Cambodia earn a fraction of that a day. I've been to Cambodia, saw the living conditions and was ashamed of wearing H&M t-shirts! I can't understand how a new Primark store triggers mass hysteria. Low produced clothes that you can throw away after two times wearing. No, thank you! Are really that much happier with a wardrobe bursting at the seams? To be honest, we almost wear half of it.
The joke goes on considering beauty products: why do we cover natural beauty, laughter lines and wrinkles with a ton of make-up (best case botox of course), which is tested on animals and contains a lot of chemicals that influence reproductive organs? You might call that "natural" selection. Indeed I earned the best compliments in Asia, without any make-up. Being happy and laughing makes you beautiful enough ;)
We'd love to buy a pound of meat for 3€ and wonder why we become sick, since the animals are given a lot of medication to guarantee low prices. That vegetarian/vegan/organic dishes are delicious as well as affordable is proven by a lot of restaurants in Augsburg.
We're living in a throwaway society concerning relationships, friendships and consumer goods. Words like recycling and sustainability seem to be foreign words to most of the people, as well as loyalty, trust and charity. (more articles about relationships/love? Here, here and here!)
In what kind of world do we live, where companies like Coca Cola or Nestlé do have a right to exist?! Who cares, that people in Afrika are denied their human right on water, while we can enjoy the healthy (not-containig-aspartam; not-boosting-diabetes; not-containing-GMO; ...) Coke out of our plastic bottles? Or the non sparkling water which is (in Germany) equal to tap water?
Why has Germany still to be ashamed for having a Nazi past, while the USA and various other countries (e.g. Cambodia) commit far worse genocides which is swept under the table? Why are there wars to just demonstrate force, if you could use the money boosting the development in other countries? Wait a moment, I've found the mistake: the gun lobby wouldn't earn that money...
Why does intolerance still matter? Who gives you the right to judge people by their appearance, their race (aren't we still all human beings?!), their religion, their sexuality or their lifestyle? Why is it that difficult to be open-minded and to accept a human being just as it is: a human being?
Education. How can young people have any chance on the labor market, when about a hundred years of work experience is a employment requirement or you get a unpaid internship whereas other people thing education is watching afternoon TV shows. You don't need an A level to be educated or to recite Hesse! You are responsible for your own education, you could start by dealing with the topics I mentioned above.

Finally I want to tell you that I'm not perfect at all. I just want to make you think about the circumstances you live in. If you want to change the world, start changing yourself!

Mittwoch, 19. August 2015

summermemories

Wir laufen durch die Straßen unserer Stadt, ohne ein konkretes Ziel. Es ist Mitten in der Nacht, durch den Regen der vergangenen Tage ist es ziemlich kühl. Wir genießen die Häuser, die Bäume, die frische Luft. Wir laufen und reden und lachen. Wir klettern in eine Baugrube und auf einen Rohbau. Wir sitzen auf einem Balkon im 4. Stock und sehen über die Stadt. Ich habe Höhenangst und ein mulmiges Gefühl im Bauch, doch das Adrenalin überwiegt.

Wir sitzen bis spätnachts in Cafés, wir trinken Kaffee, wir reden über Gott und die Welt. Ein harmloser Flirt. Wir sitzen auf einer Brücke, rauchen, hören Rammstein. Wir genießen den Moment.

Wir liegen im Bett, bei offenem Fenster. Mit Räucherstäbchen. Hören Musik, trinken Tee. Keiner spricht, aber das muss auch keiner. Wir genießen die Gesellschaft.


Es braucht nicht viele Worte, um das zu erleben. Aber unendlich viele, um es zu beschreiben.




-

We're walking through the streets, no plan where to go. It's a few hours after midnight, a little chilly because of the rain. We enjoy the houses, the trees, the fresh air. We're walking and talking and laughing. We climb into an excavation and on a framing. We're sitting on a balcony on the 4th floor and looking over the city. My fear of heights is present and I feel a little uncomfortable, but adrenalin is stronger.

We're sitting in cafés until the end of the night, drinking coffee, talking about everything. Innocent flirting. We're sitting on a bridge, listening to Rammstein. We simply enjoy the moment.

We're lying in the bed, the window's open. With incense sticks. Listening to music, drinking tea. Nobody's talking, but we don't need to. We simply enjoy the company.

Dienstag, 18. August 2015

words.

Die bisher einzig konstante Liebe in meinem Leben (außer zu meiner Familie, vor allem meinem Papa) gehört Wörtern. Mit 6 Jahren konnte ich lesen, seitdem verschlinge ich ein Buch nach dem anderen. Gestern habe ich das Buch eines guten Freundes probegelesen und war erstaunt, wie tief mich seine Worte berührten. Ich versuche mal, das in Worte zu fassen.

Die Worte sind wie ein Herbstabend, regnerisch, dunkel. Vor dem Kamin sitzend, in eine Decke gekuschelt mit einer heißen Schokolade. 
Die Worte lesen sich wie die schönste, vollkommenste Symphonie, in sich geschlossen. 
Die Worte beflügeln mein Herz, erzählen ihm noch viel mehr, als ihre eigene Bedeutung.
Die Worte nehmen mich an der Hand, laufen mit mir durch die Welt und zeigen mir die schönsten Orte. 
Die Worte trösten mich, spenden mir Kraft.
Die Worte fühlen sich an, wie das erste Verliebtsein und wandeln sich so schnell in eine tiefe, bedingungslose Liebe.
Die Worte scheinen, als wären sie schon immer in mir gewesen, ihre Kraft verstärkt sich durch das Lesen immens.
Die Worte lösen dieses Gefühl nach physischer Nähe aus; dieser Drang, sie zu berühren.
Die Worte entführen in unbekannte Welten, werden magisch.

Ohne Worte wäre mein Leben nur halb so schön. Manchmal sehne ich mich danach, in fremde Welten zu entfliehen und mich in die Geschichten einzuleben. 
Ich danke dir für deine Geschichte und was sie in mir ausgelöst hat. Es ist unbezahlbar.

-

The only constant love in my life so far (except for my family and especially my dad) belongs to words. At the age of 6 I was able to read perfectly and since then I'm devouring one book after the other . Yesterday I read a book a good friend wrote and was surprised how deeply his words touched my soul. I try to tell you.

Those words are like an autumn evening, rainy, dark. Sitting in front of the fireplace, wrapped in a blanket, drinking hot chocolate.
Those words sound like the most beautiful and perfect symphony.
Those words quicken my heart, tell it more than their simple meaning.
Those words take my hands, walk through the world with me and show me the most beautiful places.
Those words comfort me, make me stronger.
Those words feel like falling in love for the first time and change so quickly into deep, unconditional love.
Those words seem like they're hidden inside my self, they're meaning is increased while reading.
Those words make my want to feel them physically, to touch them.
Those words abduct me into unknown worlds, they become magical.

Without words my life would be empty. Sometimes crave for escaping into foreign worlds and to live the tales.
Thank you so much for that story and how it touched my. That's priceless.

Mittwoch, 22. Juli 2015

What's wrong?

"Du hast doch alles, was du brauchst: eine Wohnung, ein tolles Studium, nen Job, was zu tun, Freunde, Geld, ... Was ist dein Problem?!"

Ja, tatsächlich, was ist mein Problem? Woher kommt diese Grundunzufriedenheit, die normalerweise tief in mir schlummert, doch in den letzten Wochen immer öfter zum Vorschein kommt? Was läuft falsch in unserer Gesellschaft, das uns mit nichts zufrieden stellt? Nun, manch einer möchte nun sagen, dass mir ein Partner fehlt - doch ich bin nicht einmal sicher, ob das meine Probleme tatsächlich lösen oder sie nur wieder verstecken würde. 
Nun, ich lege nicht viel Wert auf materielle Dinge, daher suche ich das Problem zuerst immer bei mir selbst. In Asien habe ich oft gelernt, auf mich und meine innere Stimme zu hören, wobei das hier leider nicht mehr ganz so gut funktioniert; meistens überhöre ich sie doch ganz gerne.

"Wie schwer kann es schon sein, sich selbst zu lieben?" - "Tust du es?" - "Nein..."

Vielleicht ist das das Problem. Vielleicht lernen wir heutzutage nicht mehr, dass die wichtigste Person für uns selbst doch wirklich nur wir selbst sind/sein sollten. Vielleicht können wir es auch gar nicht, weil die Auseinandersetzung mit der eigenen Person doch am schwersten ist. Oder weil uns die Gesellschaft vorschreibt, wie wir zu sein haben.
Wie oft lobt man sich denn selbst? Wie oft denkt man schon, "ach, das hab ich jetzt aber gut gemacht"? Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, betrachten wir uns sogar kritischer, als wir andere betrachten. Oder wir suchen Fehler bei anderen, weil wir uns die eigenen nicht eingestehen wollen. Beide Varianten gibt es und beide führen nicht zum Ziel.


"You have everything you need: a flat, awesome study, a job, friends, money, ... What's your problem?!"

Yes indeed, what's my problem? Where does that basic dissatisfaction come from, which is mostly sleeping but constantly present since a few weeks? What's wrong in our society that we can't be satisfied anymore? Well, some people might say that everything I need is a partner - but I'm not sure if that would really solve my problem or just hide it again.
I don't attach importance to materialistic things, that's why I try to solve problems by looking inside myself. In Asia I really learnt to listen to myself and my inner voice, but back here it doesn't work very well; mostly I don't want to listen to that voice.

"How difficult can it be to love yourself?" - "Do you love yourself?" - "No..."

Maybe that's the main problem. Maybe we miss learning that the most important person in our lives is/should be ourself. Maybe we can't love ourself since thinking about the own personality is quite difficult. Or because society tells us what to be like.
How often do you praise yourself? How often do you think "ah, what I did is really good"? When we're completely honest to ourselves, one can see that we're judging ourselves more than we judge other people. Or we try to find mistakes in other people because we don't want to see ours. Both variants do exist but both don't lead to the finishing line.

Montag, 20. Juli 2015

quotes

You gotta be able to smile through all this bullshit.

When everybody looks right, you go left.

This is not the end, this is not the beginning, just a voice like a riot rocking every revision.

Sometimes life is about risking everything for a dream no one can see but you.

Everything that happens once can never happen again. But everything that happens twice will surely happen a third time.

We fell in love right by the ocean, made all our plans down on the sand.

The blood of innocence burning in the skies (...) we held our breath when the clouds began to form...

And in the end we were made to be apart, in separate chambers of the human heart.

My heart is beating for both of us. Forever.

I don't wanna leave without you now.

All I ever wanted, the secrets that you keep. All you ever wanted, the truth I couldn't speak.

Samstag, 18. Juli 2015

Wiedersehen im Café am Rande der Welt - John Strelecky

Es gibt nicht viele Bücher, die wirklich mein Innerstes berühren. Das erste mal habe ich das bei Paulo Coelho erfahren, doch auch John Strelecky scheint diese Art des Schreibens hervorragend zu beherrschen! Vor ein paar Monaten habe ich bereits über den ersten Teil dieser Geschichte geschrieben, heute folgt der zweite Teil.
Selbstverständlich möchte ich nicht spoilern, daher werde ich weniger auf den Inhalt des Buches eingehen, als auf meine Gedanken dazu.

Wie auch das Café an sich immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein scheint, gelingt es auch Strelecky jedes Mal wieder, mir in seinen Büchern genau die Antworten zu geben, die ich gerade in meinem Leben brauche. So habe ich zwar festgestellt, dass ich mich durchaus in den letzten Monaten sehr verändert habe, diese Veränderung sich aber gerade wieder zurück entwickelt und ich die elementaren Dinge sehr schnell wieder vergesse.

Mittlerweile erahne ich, was mein ZDE ist und arbeite darauf hin. Nein, ich werde ihn nicht verraten, da ich von einer Psychologie-Studentin mal erfahren habe, dass Ziele zu abstrakt werden, wenn man sie mit zu vielen Menschen teilt.

Nach nicht einmal 24h habe ich das Buch fertig gelesen - ich bewundere Strelecky durchaus dafür, mit seinen Büchern so einen Wandel meiner Gefühle und Einstellungen zu bewirken. Teilweise fühle ich mich wie der Protagonist, nur dass ich die Lehren aus dem ersten Buch wieder vergessen habe. Seit ich es beendet habe, merke ich, wie viel positiver meine Einstellung geworden ist. Dabei erinnere ich mich an einige Momente, die schon ein paar Monate zurückliegen: ich bin grundlos lächelnd durch die Stadt gelaufen, so geht es mir heute auch wieder.

Strelecky gibt auch Seminare in Deutschland, die den Weg zum eigenen ZDE und/oder zu den eigenen Big Five For Live, wie er sie nennt, ebnen. Leider sind sie etwas teuer (zwischen 200-1500€...), aber es wird sich definitiv lohnen, darauf zu sparen!



There are not so many books which are able to really touch myself. The first time I experienced that while I was reading Paulo Coelho, but John Strelecky is quite good at that as well. A few months ago I wrote about the first part of the story, today is the second part. 
As I don't want to spoil, I only write about my thoughts concerning the book.

Like the café itself seems to be at the right place when needed, Strelecky always gives me the answers I need at the moment. Of course I recognized that I changed a lot during the last months, but these changes seem to vanish again and I forget the lessons I learned.

Meanwhile I guess my purpose of existence and try to work on that. No, I'm not going to tell you since a psychology student once told me, that goals become unreachable when you tell to many people.

After not even 24h I finished the book - I definitely admire Strelecky for being able to write books which change my thoughts. Partly I feel like the protagonist, but I simply forgot the lessons the first book taught me. Since I finished it, I recognized that my attitude changed, it became more positive. It reminds me of some situations a few months ago when I was walking through the city, simply smiling for no reason. That's what I felt today.

Strelecky is giving some seminars in Germany that help you finding your purpose of existence and/or to find your Big Five For Life. Unfortunately they are quite expensive (about 200-1500€) but I'm sure it's worth to safe money for that!

Donnerstag, 16. Juli 2015

Twenty-something

Das Schöne am Anfang-20-sein ist, dass man alle Möglichkeiten offen hat. Man kann studieren, wo man will, man kann wohnen, wo man will, man ist an nichts gebunden. Für mich existieren gerade weder Raum noch Zeit, dass Sonntag ist, merke ich meistens nur daran, dass die Läden geschlossen sind. Einerseits ist diese unfassbare Freiheit ziemlich geil, auf der anderen Seite kann sie auch sehr schnell überfordern. Wer zu viel Auswahl hat, wählt zum Schluss gar nicht, aus der Angst, etwas zu verpassen. 
Ich bin jemand, der Veränderungen liebt, ja sie sogar zum Leben braucht. Eintönigkeit nervt mich ziemlich schnell, also "flüchte" ich in das nächste Abenteuer. Das spiegelt sich auch in meinem Lebenslauf wider - zu viel angefangen, nichts beendet. 
Leider bleibt auch mein Liebesleben von dieser Lebensart nicht verschont: Auf der einen Seite bin ich wahnsinnig gern alleine und genieße meine Freiheit, aber auf der anderen Seite wünsche ich mir in dieser Beziehung doch eine Konstante in meinem Leben, einen Grund, irgendwo zu bleiben. Gerade das ist Anfang 20 und mitten im Studium ziemlich schwierig, so will man doch ein Auslandssemester machen, oder nach dem Studium reisen gehen. Welche Beziehung übersteht so etwas denn noch? Meine letzte ist durch meine 2 Monate in Asien zerbrochen. Wie soll das denn ein halbes Jahr oder länger gut gehen? Aber wenn man sich gegen diese Art der Freiheit entscheidet, verpasst man dann nicht auch einen Teil Lebenserfahrung?
Wir leben in einer Welt des ständigen Wandels, Überforderung ist da definitiv keine Seltenheit. Vor allem mein Leben ändert sich ziemlich schnell, ja sogar fast wöchentlich. Vor Asien war es anders - während Asien sowieso - die ersten Wochen danach kommen mir im Vergleich zu heute ewig weit weg vor. 
Ich frage mich oft, ob es Zeit, wie sie uns bekannt ist, überhaupt wirklich so geben kann. Sie vergeht teilweise so schnell in den schönen Momenten, wartet man jedoch auf etwas, vergeht sie schleichend langsam. Mein Zeitgefühl habe ich absolut verloren, was mir aber auch einen Teil Freiheit wieder gibt, die ich durch Verbindlichkeiten verliere. 
Es bleibt spannend, was die nächste Zeit bringen wird. In einer Woche habe ich Ferien, in zwei Wochen bin ich in Frankfurt bei Freunden, die ich in Kambodscha kennengelernt habe, in drei Wochen bin ich in Hamburg mit meiner Mutter und im September kommt hoffentlich Jeremy. Und nachdem Ivana immer noch nicht den Weg nach Deutschland gefunden hat, werde ich sie wohl in Irland besuchen :)

The good part of being 21 is, that you can choose between so many opportunities. You can study wherever you want, you can live wherever you want, you're free. Space and time do not exist at the moment, I only recognize weekends by closed stores. On the one hand, this incredible freedom is awesome, on the other hand it might overstrain. When you can choose between too many options, you probably don't choose at all since you're afraid to miss something.
I love changes, I really need them to live properly. Monotony bores me, so I "escape" to the next adventure. You can easily see that in my CV - started too much, finished nothing.
Unfortunately, not even my love-life is safe by this way of living: on the one hand I enjoy being on my own and being free a lot, on the other hand I'd love to have a relationship which is constant and giving me a reason to stay somewhere. Especially in my age and during studying it's quite difficult to have that, because some would like to do an abroad semester or travel after finishing their studies. Which relationships is able to survive that nowadays? The last one I had ended because of the 2 months I spent in SEA. How should that be possible to work for half-a-year or even more? But if you decide against that kind of freedom, don't you miss a lot of living experiences?
We live in a fast changing world, overtaxing is definitely not rare. Especially my life changes a lot and very fast, sometimes weekly. It was different before Asia - during Asia - the weeks afterwards feel like being ages away.
I always ask myself if time, like we know it, really exists. In one week, holidays start, in two weeks, I'm going to be in Frankfurt to meet two amazing guys I met in Cambodia, in three weeks I'm gonna be in Hamburg with my mum and in September Jeremy is going to visit me. And since Ivana didn't manage to come to Germany I plan to visit her in Ireland :)

Dienstag, 14. Juli 2015

Würdest du lieber... / Would you rather...

... taub oder blind sein?
... be deaf or blind?

... fähig sein zu fliegen oder unter Wasser zu atmen?
... be able to fly or to breathe under water?

... in der Lage sein Gedanken zu lesen oder sie zu ändern?
... be able to read minds or to change them?

... einen Arm oder ein Bein verlieren?
... lose an arm or a leg?

... ohne deine Freunde oder ohne dein Smartphone leben wollen?
... live without your friends or without your smartphone?

... dünn oder aufhören Fleisch zu essen?
... be super skinny or stop eating meat forever?

... ein Mann oder eine Frau sein?
... be a man or a woman?

... für immer ein Kind oder für immer ein Erwachsener sein wollen?
... be a child forever or grown-up forever?

... für den Rest deines Lebens lesen oder Filme schauen?
... only read for the rest of your life or watch movies?

... im Marvel oder DC Universum leben?
... live in the Marvel universe or in the DC universe?

... deine Eltern verlieren und zaubern können oder ein Muggel sein?
... lose your parents and be a witch/wizard or a muggle?

... lieber mit einer schönen Person, die einen hässlichen Charakter hat, oder einer hässlichen Person, die einen schönen Charakter hat, zusammen sein wollen?
... be with a beautiful person with ugly character or with an ugly person with beautiful character?

... lügen oder ehrlich sein?
... lie or be honest?

... sehr intelligent oder dumm sein wollen?
... be extremely intelligent or dumb?

... sehr einfühlsam sein wollen oder überhaupt keine Emotionen spüren können?
... high sensitive or not be able to feel any emotion?