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Montag, 4. Januar 2016

Der Prinz und die Elfe

Als ich die Küche betrat, fiel mein Blick direkt auf dich. Es war, als würde die Zeit still stehen. Dieser Moment, der sich in meinen Kopf eingebrannt hat. Ein fester Händedruck, ein erstes "Hallo", das in einem stundenlangen Gespräch endete. Die Blicke, die mehr als tausend Worte sagten. Dieses Gefühl, dass alles richtig ist. Dieses Gefühl, angekommen zu sein, zuhause zu sein. Das gefunden zu haben, nach dem ich nicht gesucht habe. Durch einen Zufall, als hätte alles auf diesen Moment gewartet. "Erzähl mir mehr davon!" Dieser Satz, der mir so viel bedeutet. 
Aus diesen Stunden wurden Tage, Wochen, Monate. Gespräche, durchtanzte Nächte. Gemeinsame Leidenschaften. Ein Buch, alles schwarz auf weiß. 
Das ist unser Jahr. Das ist unsere Zeit.



"Was aus dem Prinz und der Elfe geworden ist? Wie es in Märchen nun einmal so ist, haben sie selbstverständlich geheiratet und in Frieden das Land regiert.Und wenn sie nicht gestorben sind, dann... nein, lassen wir das. Sie sind glücklich."

Ein Elfenmärchen

Samstag, 3. Oktober 2015

this feeling...

Ganz zaghaft bin ich in dein Leben gestolpert. Dort gibt es Feen, Einhörner und Glitzer, also habe ich beschlossen, zu bleiben. Eigentlich ist das gar nicht meine Art, ich bin sehr laut und tollpatschig. Ohne viel Krach funktioniert nichts. Doch hier ist alles leise und vor allem sehr intensiv. Das Herz öffnen, das Neue hinein lassen. Es braucht nicht viele Worte, dennoch sind sie da, obwohl sie dieses Gefühl nicht einmal ansatzweise beschreiben könnten.

Ich habe von einem Ort geträumt, an dem ich noch nie war.
Einem Ort, an dem die Zeit nicht existiert.
Einem Ort, der überall sein könnte.
Einem Ort, der eigentlich nur ein Gefühl ist.
Ein Ort, der sich wie Liebe anfühlt und das Gefühl von zuhause sein widerspiegelt.

Ich habe diesen Ort gefunden.


Timidly I stumbled into your life. There are fairys, unicorns and glitter, so I decided to stay. Indeed this doesn't happen often, since I'm a loud and clumsy person. Nothing's working without noise. But now, everything is quiet and really intensive. Opening the heart, welcoming the new. Only a few words are neccessary, but a lot are there, although the could never be able to describe this feeling.

I've been dreaming about a place I've never been to.
A place where time doesn't matter.
A place that could be anywhere.
A place that is just a feeling.
A place that is like love and represents the feeling of being at home.

Finally I've found that place.

Dienstag, 18. August 2015

words.

Die bisher einzig konstante Liebe in meinem Leben (außer zu meiner Familie, vor allem meinem Papa) gehört Wörtern. Mit 6 Jahren konnte ich lesen, seitdem verschlinge ich ein Buch nach dem anderen. Gestern habe ich das Buch eines guten Freundes probegelesen und war erstaunt, wie tief mich seine Worte berührten. Ich versuche mal, das in Worte zu fassen.

Die Worte sind wie ein Herbstabend, regnerisch, dunkel. Vor dem Kamin sitzend, in eine Decke gekuschelt mit einer heißen Schokolade. 
Die Worte lesen sich wie die schönste, vollkommenste Symphonie, in sich geschlossen. 
Die Worte beflügeln mein Herz, erzählen ihm noch viel mehr, als ihre eigene Bedeutung.
Die Worte nehmen mich an der Hand, laufen mit mir durch die Welt und zeigen mir die schönsten Orte. 
Die Worte trösten mich, spenden mir Kraft.
Die Worte fühlen sich an, wie das erste Verliebtsein und wandeln sich so schnell in eine tiefe, bedingungslose Liebe.
Die Worte scheinen, als wären sie schon immer in mir gewesen, ihre Kraft verstärkt sich durch das Lesen immens.
Die Worte lösen dieses Gefühl nach physischer Nähe aus; dieser Drang, sie zu berühren.
Die Worte entführen in unbekannte Welten, werden magisch.

Ohne Worte wäre mein Leben nur halb so schön. Manchmal sehne ich mich danach, in fremde Welten zu entfliehen und mich in die Geschichten einzuleben. 
Ich danke dir für deine Geschichte und was sie in mir ausgelöst hat. Es ist unbezahlbar.

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The only constant love in my life so far (except for my family and especially my dad) belongs to words. At the age of 6 I was able to read perfectly and since then I'm devouring one book after the other . Yesterday I read a book a good friend wrote and was surprised how deeply his words touched my soul. I try to tell you.

Those words are like an autumn evening, rainy, dark. Sitting in front of the fireplace, wrapped in a blanket, drinking hot chocolate.
Those words sound like the most beautiful and perfect symphony.
Those words quicken my heart, tell it more than their simple meaning.
Those words take my hands, walk through the world with me and show me the most beautiful places.
Those words comfort me, make me stronger.
Those words feel like falling in love for the first time and change so quickly into deep, unconditional love.
Those words seem like they're hidden inside my self, they're meaning is increased while reading.
Those words make my want to feel them physically, to touch them.
Those words abduct me into unknown worlds, they become magical.

Without words my life would be empty. Sometimes crave for escaping into foreign worlds and to live the tales.
Thank you so much for that story and how it touched my. That's priceless.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Twenty-something

Das Schöne am Anfang-20-sein ist, dass man alle Möglichkeiten offen hat. Man kann studieren, wo man will, man kann wohnen, wo man will, man ist an nichts gebunden. Für mich existieren gerade weder Raum noch Zeit, dass Sonntag ist, merke ich meistens nur daran, dass die Läden geschlossen sind. Einerseits ist diese unfassbare Freiheit ziemlich geil, auf der anderen Seite kann sie auch sehr schnell überfordern. Wer zu viel Auswahl hat, wählt zum Schluss gar nicht, aus der Angst, etwas zu verpassen. 
Ich bin jemand, der Veränderungen liebt, ja sie sogar zum Leben braucht. Eintönigkeit nervt mich ziemlich schnell, also "flüchte" ich in das nächste Abenteuer. Das spiegelt sich auch in meinem Lebenslauf wider - zu viel angefangen, nichts beendet. 
Leider bleibt auch mein Liebesleben von dieser Lebensart nicht verschont: Auf der einen Seite bin ich wahnsinnig gern alleine und genieße meine Freiheit, aber auf der anderen Seite wünsche ich mir in dieser Beziehung doch eine Konstante in meinem Leben, einen Grund, irgendwo zu bleiben. Gerade das ist Anfang 20 und mitten im Studium ziemlich schwierig, so will man doch ein Auslandssemester machen, oder nach dem Studium reisen gehen. Welche Beziehung übersteht so etwas denn noch? Meine letzte ist durch meine 2 Monate in Asien zerbrochen. Wie soll das denn ein halbes Jahr oder länger gut gehen? Aber wenn man sich gegen diese Art der Freiheit entscheidet, verpasst man dann nicht auch einen Teil Lebenserfahrung?
Wir leben in einer Welt des ständigen Wandels, Überforderung ist da definitiv keine Seltenheit. Vor allem mein Leben ändert sich ziemlich schnell, ja sogar fast wöchentlich. Vor Asien war es anders - während Asien sowieso - die ersten Wochen danach kommen mir im Vergleich zu heute ewig weit weg vor. 
Ich frage mich oft, ob es Zeit, wie sie uns bekannt ist, überhaupt wirklich so geben kann. Sie vergeht teilweise so schnell in den schönen Momenten, wartet man jedoch auf etwas, vergeht sie schleichend langsam. Mein Zeitgefühl habe ich absolut verloren, was mir aber auch einen Teil Freiheit wieder gibt, die ich durch Verbindlichkeiten verliere. 
Es bleibt spannend, was die nächste Zeit bringen wird. In einer Woche habe ich Ferien, in zwei Wochen bin ich in Frankfurt bei Freunden, die ich in Kambodscha kennengelernt habe, in drei Wochen bin ich in Hamburg mit meiner Mutter und im September kommt hoffentlich Jeremy. Und nachdem Ivana immer noch nicht den Weg nach Deutschland gefunden hat, werde ich sie wohl in Irland besuchen :)

The good part of being 21 is, that you can choose between so many opportunities. You can study wherever you want, you can live wherever you want, you're free. Space and time do not exist at the moment, I only recognize weekends by closed stores. On the one hand, this incredible freedom is awesome, on the other hand it might overstrain. When you can choose between too many options, you probably don't choose at all since you're afraid to miss something.
I love changes, I really need them to live properly. Monotony bores me, so I "escape" to the next adventure. You can easily see that in my CV - started too much, finished nothing.
Unfortunately, not even my love-life is safe by this way of living: on the one hand I enjoy being on my own and being free a lot, on the other hand I'd love to have a relationship which is constant and giving me a reason to stay somewhere. Especially in my age and during studying it's quite difficult to have that, because some would like to do an abroad semester or travel after finishing their studies. Which relationships is able to survive that nowadays? The last one I had ended because of the 2 months I spent in SEA. How should that be possible to work for half-a-year or even more? But if you decide against that kind of freedom, don't you miss a lot of living experiences?
We live in a fast changing world, overtaxing is definitely not rare. Especially my life changes a lot and very fast, sometimes weekly. It was different before Asia - during Asia - the weeks afterwards feel like being ages away.
I always ask myself if time, like we know it, really exists. In one week, holidays start, in two weeks, I'm going to be in Frankfurt to meet two amazing guys I met in Cambodia, in three weeks I'm gonna be in Hamburg with my mum and in September Jeremy is going to visit me. And since Ivana didn't manage to come to Germany I plan to visit her in Ireland :)

Montag, 25. Mai 2015

memories to kk

Seit ich wieder in Bangkok angekommen war, stieg die Aufregung minütlich. Nicht einmal meine neue russische Freundin konnte mich auf andere Gedanken bringen. Ich habe ihr erzählt, wie ich ihn vor fast zwei Monaten hier kennengelernt habe, wie wir uns seitdem täglich geschrieben haben und die Sehnsucht einfach unerträglich war. In zwei Tagen würde mein Flieger gehen, ich konnte es fast nicht glauben! Nach zwei Monaten Warten, unzähligem Hin und Her, ob ich wirklich fliegen soll, wäre ich nun in 48 Stunden endlich bei dir.

"Gestern bin ich in der Stadt angekommen, in der ich ihn kennengelernt habe. Alles erinnert mich an ihn. Ich war an dem Ort, an dem wir uns das erste Mal geküsst haben, nachdem er mir die Rose in das Tattoo-Studio gebracht hatte. Ich bin im gleichen Hostel wie damals und es erinnert mich an den Abschied, der so schmerzhaft war, obwohl wir uns nur 6 Stunden kannten. (...) Ich habe Angst, mich in ihn zu verlieben. Es ist verrückt. Die ganze Sache ist so wahnsinnig verrückt."

Am Tag drauf konnte ich keinen klaren Gedanken mehr fassen, war die ganze Zeit zittrig und konnte es kaum erwarten. Ständig malte ich mir aus, wie es wäre, anzukommen und ihn zu sehen. 

"Ich kann mich nicht einmal zum lesen aufraffen. Es fühlt sich schon wieder so verdammt unwirklich an. Ich habe so das Gefühl, dass, wenn ich ankomme, ich dort für immer bleiben will"

Und so standen wir irgendwo im nirgendwo in den malaysischen Bergen. Ein kühler Wind streifte meine Haut. Es war bereits dunkel, wir standen neben seinem Wagen und blickten in die Sterne. Ich entdeckte den großen Wagen, mein Zeichen der Vertrautheit und Sicherheit. Er sah mich an. Dann spielte er diesen Song, der den Augenblick perfekt und für immer zu etwas besonderem machte. Dieser Song, der uns für immer verbinden und uns an diese Nacht erinnern wird. Es war einerseits wahnsinnig romantisch, andererseits hatte die leere Straße auch etwas von einem Horrorfilm.
Nichtsdestotrotz ist die Erinnerung an diese Nacht die schönste, die ich von Asien habe. Ausgenommen der zweiten Nacht vielleicht.

Heute sitze ich wieder "zuhause" auf meiner Couch und wünsche mich jeden Tag ein wenig mehr zurück. Ich vermisse die Leichtigkeit des Lebens, die kulinarische Vielfalt und der Schmerz, ihn verlassen zu haben, pocht jeden Tag in meiner Brust.



Since I came back to Bangkok, excitement increased every minute. Not even my new russian friend was able to change my thoughts to different topis. I told her how I met him almost two months ago, that we texted like every day and that the desire to see him again was unbearable. In two days I’d take the flight to KK, unbelieveable! After two months of waiting, choosing whether to go or not, I’d arrive in 48 hours.

„Yesterday I arrived in the city I met him. Everything reminds me of him. I’ve been to the place we kissed fort he first time after he brouht the rose into the tattoo studio. I’m staying at the same hostel and it reminds me oft hat painful farewell, although we knew each other for about 6 hours. (...) I’m afraid of falling in love. It’s crazy. That whole thing is insanely crazy.“

On the next day I wasn’t able to think clearly, was shaky all the time. I just thought about how it would be like to arrive and see him.

„I’m not even in the mood to read. It feels so unreal. I assume that in the second I arrive I never want to leave again.“

And so we were standing somewhere in the Malay mountains. A cool wind touched my skin. It was dark already, we were standing next to his car gazeringt he stars. I spotted the great dipper which always makes me feel comfortable and safe. He was looking at me. Then he played that song which made this very moment perfekt and something special forever. This one song that’ll connect us forever and remind us of hat night. It was pretty romantic but the empty street seemed like in a horror movie.
Nonetheless the memory to this night is the best one I have concerning Asia. Except the second night maybe.

Today I’m sitting back „home“ on my sofa and wish to be back every day. I miss the simple life, the culinary diversity and there’s that pain that I left him which almost kills me.


Montag, 27. April 2015

alone or lonely?

Seit mittlerweile 3 Monaten bin ich jetzt single. Das erste Mal seit über 5 Jahren. So richtig single, ohne eine Nebenoption zu haben, ohne sich jemanden warm zu halten. Es ist neu für mich, ich bin viel mit mir allein, gerade an den Wochenenden. Da stellt sich dann unweigerlich die Frage: bin ich einsam, nur weil ich alleine bin?

Tatsächlich fühle ich mich nicht einsam. Ich bin gerne allein, kann mich gut mit mir selbst beschäftigen. Meine Freundinnen, die teilweise schon lange single sind/waren, belächeln mich da nur. "Warte noch ein halbes Jahr, dann hast du das Allein-Sein auch satt." Das bezweifle ich allerdings, denn ich sehe es folgendermaßen: nur wenn du mit dir allein sein kannst und mit dir selbst im Frieden bist, dann bist du auch bereit für eine neue Beziehung. Ich kann zum Beispiel auch nicht verstehen, warum manche sich zwanghaft in Beziehungen stürzen, nur "um jemanden zu haben".


Ich genieße die Freiheit in vollen Zügen, gehe gerade jedes Wochenende feiern. Doch wenn ich meinen Blick durch die Clubs streifen lasse, sieht der Single-Markt in meiner Stadt doch eher bescheiden aus. Oder bin ich einfach nur zu wählerisch? Ich bin nicht auf der Suche, über die Anmachsprüche kann ich nur lachen. So hat mich doch letzte Woche tatsächlich ein Kerl nach meinem Haarshampoo gefragt und nach der Antwort war das Gespräch beendet. Gestern wurde ich zum "chillen" bei einem anderen eingeladen, seit wann ist das Niveau (nein, nicht die Creme) denn so gesunken?

Aber auch als Mann ist es definitiv nicht einfach. Gestern habe ich mich mit einem Freund unterhalten, der mich über seine Lage mit den Mädels aufgeklärt hat: in Zeiten von sozialen Medien verstecken sich die meisten doch lieber hinter ihren Smartphones, zu Treffen kommt es selten. Wann ist es passiert, dass unverbindliche Kurznachrichten die romantischen Dinge wie Liebesbriefe oder ein gemeinsames Dinner ersetzt haben? Halten wir so wenig vor uns selbst, dass wir die Distanz über Handys nicht überwinden können?


I'm single since almost 3 months now. For the first time since more than 5 years. Really single, without having any options or texting someone. That's kind of new to me, I'm alone a lot, especially on weekends. There's that inevitable question coming up: am I lonely just because I'm alone?

Indeed, I don't feel lonely. I like being on my own, am able to keep occupied. My friends, who are/were single for a longer period of time simply smile at me. "Just wait for 6 months, you'll have enough about being single." I doubt that though, since my point of view is like thus: only when you're able to be alone and in peace with yourself, you're ready for a new relationship. I can't understand why people compulsively rush into relationships only for "having someone".


I enjoy freedom to the fullest, go out partying every weekend. But when I look around in the club, single-market in my city is more than moderate. Or am I just too particular? I'm not looking for someone and laughing about how boys talk to me. Last week, some guy asked about my shampoo, I told him and the conversation was over. Yesterday, another guy invited me to "relax" at his flat, when did the conversation level decline that much?

But even as a man it's not that simple. I was talking to a friend yesterday who explained his situation to me: in times of social media most people hide behind their smartphones, dates are rare. When did it happen that not binding short messages replaced romantic stuff like love letters or having dinner together? Do we think that less of ourselves that we can't overcome our smartphone's distance?

Dienstag, 31. März 2015

Love abroad

" Es fühlt sich an, als würde meine Brust platzen. Als hätte ich einen Teil meines Herzens dort gelassen."

"It feels like my chest is bursting. Like I left a piece of my heart there."

Was passiert, wenn du dich am anderen Ende der Welt verliebst? Liebe ist ja bekanntlich das schönste aller Gefühle, doch ist es auf Reisen immer vom Abschied beschattet.
Man sieht sich nur für eine sehr begrenzte Zeit, daher erlebt man alles viel intensiver. Das Kennenlernen, Bauchkribbeln, den ersten Kuss. Alles im Schnelldurchlauf. Doch genauso schnell muss man sich wieder trennen. Nach ein paar Stunden, Tagen oder im besten Fall nach ein paar Wochen. Doch was passiert dann? Wie kann man diese Lücke, die sich ins Herz reisst, wieder schließen? Es ist unmöglich, sich darauf vorzubereiten, obwohl man weiß, dass der Tag des Abschiedes kommen wird.
Ein derartiger Abschied, ist eines der schmerzhaftesten Dinge, die man auf Reisen erfahren kann (Roller-Unfälle natürlich ausgeschlossen). Wenn man weiß, dass die andere Person da ist, man so viel mit ihr geteilt hat, es so perfekt sein könnte, aber nicht sein wird.


"Wie kann man in der kurzen Zeit nur derartige Gefühle entwickeln? Warum sind wir so masochistisch, sie zuzulassen?"

"How can you develop those deep feelings in that short period of time? Why are we that masochistic to let it happen?"

What happens, when you fall in love at the other end of the world? Love is well known as the most beautiful of all feelings, but while traveling it's always shaded from farewells.
You see each other only for a very limited time, you can experience everything much more intense. Getting to know each other, butterflies in the stomach, the first kiss. Everything in fast forward. But just as quickly it's necessary to separate again. After a few hours, days or in best case weeks. But what is going to happen afterwards? How can you close that huge gap in your heart again? It's nearly impossible to prepare to farewells, even though you always know that this day is coming. 

"Aber, ich beschließe ein weiteres Mal, mein Schicksal in die Hände Gottes zu legen. Wenn es so sein soll, wird es sein."

"But, I decide one more time, to give my destiny into God's hands. If it's meant to be, it will be."


Es ist schwer, mit dieser Art Verlust umzugehen. Es schmerzt, es wird lange schmerzen. 
Ich habe viele Menschen getroffen, die mir ihre Liebesgeschichten erzählt haben. Seien es die zuhause, vor denen sie geflüchtet sind, oder die hier, mit frischen Wunden. Da ist der eine, der sich in Indien in eine Frau verliebt hat, die bereits vergeben ist. Da ist dieses Paar, das sich gefunden hat und nach 3 Wochen wieder trennen muss. Da ist diese enttäuschte Liebe zuhause. 

"Alles, was dir einmal passiert, passiert möglicherweise nie wieder. Aber alles, was zweimal passiert, wird sicher auch ein drittes Mal passieren."

“Everything that happens once can never happen again. But everything that happens twice will surely happen a third time.” 

(Paulo Coelho)
 
It's hard to deal with this kind of loss. It hurts and will hurt for a long time.
I have met a lot of people who told me their personal love stories. Those who escaped from love at home or who loved here, with recent wounds. There's that one gut, who fell in love with a woman in India that already was in a relationship. That couple, that found each other and had to say goodbye after 3 weeks. This frustrating love at home.

"There is a sweetness in that pain as well. And happiness because some people never experience feelings like this. But in the end, it hurts. It still hurts though we can explain to ourselves what's going on"

(Ivana)

Es sind überwältigende Gefühle, jemanden zu treffen und zu spüren, dass es etwas Besonderes ist. Es in den Augen zu sehen. Wenn keine Worte benötigt werden. Wenn man diese besonderen Momente zusammen teilt.
Wenn auf der anderen Seite der Abschied immer greifbarer wird. Man sich dagegen zu wehren versucht. Auf einmal dieses Loch im Herzen da ist, das einem die Luft zum Atmen nimmt. Die Gewissheit, dass man sich so schnell wohl nicht mehr wiedersehen wird.
It's overwhelming to meet someone and to know, that there's something special. It can be seen in the eyes. If no words are required. If you share those special moments.
But when on the other side the time of farewell is coming closer. When you try to defend yourself. But there's no way of winning. There's that hole starting to grow in your heart. The certainty that you're not going to meet again soon.

"It really sucks to say goodbye. It's like leaving everything you want for going back to everything that sucks even more."


Montag, 17. November 2014

Liebe im Jahr 2014

Haben wir heutzutage noch die Chance auf eine wirkliche Liebe? Auf diese Verbindung mit dem Partner die uns die Sicherheit gibt, den Rest des Lebens problemlos miteinander verbringen zu können? Sind wir heute überhaupt noch auf der Suche nach dieser einen Person?

Wenn wir klischeehaft denken, fällt uns auf, dass vor allem Frauen auf der Suche nach einer festen Partnerschaft mit Aussicht auf Heirat und Kindern sind. Sicher, dieser Wunsch ist nicht mehr so im Vordergrund vorhanden, wie er es vielleicht noch bei unseren Eltern war, dennoch verschafft uns dieser Gedanke eine gewisse Sicherheit. Wohingegen Männer doch eher darauf auf sind, sich selbst auszuleben und so viel aus dem Leben mitzunehmen, wie nur möglich. 

Betrachten wir das Beziehungsverhalten eines Teenagers: den Partner lernt man meist in der Schule kennen, man führt 2 Monate lang eine Beziehung und die Welt geht unter, wenn man sich trennt. 2 Wochen später hat man einen neuen Partner, diesmal vielleicht aus der Parallelklasse. Das ist an sich völlig in Ordnung, die Hormone spielen verrückt, man beginnt ja auch erst, das andere Geschlecht zu erkunden. Es stellt kein Problem dar, da man sich nicht so extrem auf den Partner einlässt, es fehlt diese spezielle Bindung, die wahren Gedanken und Gefühle bleiben weiterhin verborgen. Problematisch wird es allerdings, wenn sich Erwachsene von der, nennen wir sie „Freiheit“ der Jugend beeinflussen lässt.

Es wird zur Mode, sich nicht binden zu wollen und schnelle Partnerwechsel vorzuziehen. Das ist nicht verwerflich, wenn es mit dem aktuellen Partner auf zu vielen Ebenen nicht funktioniert, doch das große Problem an der Sache liegt in der Anzahl der Alternativen. Durch die sozialen Medien wie Facebook, WhatsApp und diverse Apps zur Partnersuche vergrößert sich natürlich die Anzahl der möglichen Partner. Das führt dazu, dass sich immer weniger Menschen wirklich binden wollen, in der Angst, dass dort draußen in diesem riesigen Single- (oder auch nicht-Single-) Meer noch jemand auf einen wartet, der besser ist.

Seit wann das Wort besser eine Beziehung oder Partnerschaft definiert, scheint mir ein Rätsel zu sein. Nehmen wir folgendes Beispiel:
Julia (24) und Nils (26) sind seit 2 Monaten ein Paar. Sie hat 639 Facebook-Freunde, er 219. Kennengelernt haben sie sich über eine App, er hat sie gelöscht, wohingegen sie immer noch aktiv ist. Während er froh ist, eine Partnerin gefunden zu haben, die gut zu ihm passt, lernt sie jeden Tag weiterhin Männer kennen, teilt ihre Gedanken mit ihnen, trifft sich mit ihnen. Somit ist sie nicht in der Lage, sich vollkommen auf die Beziehung mit Nils einzulassen, es wird keine Nähe entstehen.

Vermutlich wird es in 10 Jahren das Modell Familie nicht mehr geben, geheiratet wird nur noch selten, die Scheidungsrate wird ins Unendliche steigen. Es wird wesentlich weniger Kinder geben, da diese auch eine Art Bindung darstellen, und die Kinder die es gibt, werden mit ständigem Partnerwechsel der Eltern aufwachsen.


Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir unser Sozialverhalten ganz dringend überdenken sollten. Die sozialen Medien sollten dabei in den Hintergrund gerückt werden, die Konzentration sollte bei einer einzigen Person liegen. Denkt daran, wie schön die Liebe sein kann und wie besonders es ist, sich einer Person ganz zu öffnen und das Leben mit ihr zu teilen!