Samstag, 26. September 2015

reality

Wir sitzen auf dem Fensterbrett, das uns mittlerweile so vertraut ist. Es ist wie ein Portal in eine andere Welt, weitab der Realität. Vor allem nachts. "Gestern war die Straße so voll, obwohl sie leer war. So schöne Lichter.", sagt sie. "Heute sind dort zu viele Menschen, die keine Ahnung von unserer Welt hier oben haben. Die Welt, die so schön bunt, frei und ohne Probleme ist." Mittlerweile ist es wieder hell, die Ereignisse der letzten Nacht nur noch an unseren Augenringen sichtbar.

Wir sitzen in der Küche, auf dem Boden. "Die Welt ist so hässlich...", murmle ich vor mich hin. Entsetzt schauen sie mich an. "Ist das dein Ernst? Schau doch mal nach draußen. Was siehst du?" Unbeeindruckt werfe ich einen Blick durch das Fenster hinter mir. "Bäume, Häuser, Wolken, nichts besonderes..." - "Du siehst die falschen Dinge. Siehst du nicht, wie die Sonne leicht durch die Wolken bricht und den Kirchturm anstrahlt? Wie die Blätter sachte im Wind tanzen? Das ist wunderschön und strahlt so eine Ruhe aus."


We're sitting on the sill, which meanwhile feels really familiar. It's like a portal into another world, far away from reality. Especially at night. "Yesterday the streat was so crowded, even though it was empty. So many beautiful lights.", she says. "Today there are too many people, that have no idea about our world above here. This world, which is colorful, free and without problems." Meanwhile it's bright again, the incidents of last night are only visibile by our eye bags.


We're sitting in the kitchen, on the floor. "The world is so ugly...", I mutter. They're looking at me kind of horrified. "Are you serious? Just look outside. What do you see?" I have an umpressed look outside the window on my back. "Trees, houses, clouds, nothing special..." - "You look at the wrong things. Can't you see how the sun slightly breaks the clouds and illuminates the steeple? How the leafs gently dance in the wind? That's beautiful and so calming." 

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