Sonntag, 6. September 2015

madness

Wer mich privat kennt, weiß von meiner in den letzten Monaten exponentiell gestiegenen Liebe für Superhelden. Schon lange finde ich Batman ziemlich super, doch mittlerweile hat sich das Interesse auf das gesamte DC-Universum, das Marvel-Universum, Star Wars, Star Trek und Comics im Allgemeinen ausgeweitet (ja, ich werde zum Nerd-Mädchen!). Besondere Zuneigung erfährt seit jeher der Joker, für mich eine der spannendsten Figuren. Das ist nur einer der Gründe, warum ich Suicide Squad nächstes Jahr kaum erwarten kann! Generell sympathisiere ich eher mit den Bösewichten, so beispielsweise auch mit Hannibal Lecter. 

People that know me privately recognized an exponentially increased love concerning superheroes. I adore Batman for quite a while, but my interests spread on DC-Universe, Marvel-Universe, Star Wars, Star Treks and Comics in general. Special affections applies to the Joker, one of the most interesting characters. That's one of the reasons I can't wait for Suicide Squad being released next year. Generally I sympathize rather with the villains, for instance with Hannibal Lecter as well. 


Um meiner Liebe zum Joker Tribut zu zollen, habe ich gestern ein kleines Schmink-Projekt gestartet, dessen Resultat ich natürlich niemandem vorenthalten möchte. Ursprünglich hatte ich geplant, eine Serie mit verschiedenen Facetten meiner Persönlichkeit zu erstellen, aber gerade bin ich unsicher, ob die Welt das ertragen kann. Interessant waren nämlich die Reaktionen meiner Facebook-Freunde, die doch sehr gemischt ausfielen. Einige schrieben mich direkt an und fragten, ob es mir schlecht gehe und was es mit diesen merkwürdigen, traurigen, düsteren Bildern auf sich hat. Mein erster Gedanke? Banausen! Keine Ahnung von Kunst! Mein zweiter? Warum fühlen sich Menschen davon angegriffen? Sind wir nicht alle ein bisschen mad? Grundsätzlich befürworte ich die Zurschaustellung der eigenen Verrücktheit voll und ganz!

For paying tribute to the Joker, I started a little make up project, and I'd love to share the results with you guys. Initially I planned to do a series of pictures showing all facets of my personality, but I'm not quite sure right now if the world's ready for that. My friends' reactions to the photos was really interesting, some messaged me asking if I'm ok and why I'm posting those strange, sad and gloomy photos. My first thought? Fools! They don't know anything about art! The second one? Why do they feel attacked by photos? Aren't we all a little mad? In principle I support showing your own madness.


Also begann ich mir weitere Gedanken machen, was letztlich zu diesem Post führte. Ein weiterer Anstoß hierfür war die Aussage eines Freundes vor kurzem: Weißt du, warum du den Joker so toll findest? Du identifizierst dich mit ihm! Anfangs habe ich das abgestritten, doch mittlerweile ist mir klar, dass er durchaus recht hat. Was nicht heißen soll, dass ich das Töten von Menschen aus Spaß gutheiße, im Gegenteil, ich bin ja eher pazifistisch veranlagt. 

So I started thinking about it, which lead to that post. Another reason was a friend's statement: Do you know why you like the Joker? You identify with him! First I neglected, but I realized that he's right. That doesn't mean that I support killing people for fun, not at all since I'm pacifistic.


Um die Sachlage angemessen analysieren zu können, erfolgt an dieser Stelle ein Zitat aus The Dark Knight: Introduce a little anarchy. Upset the established order, and everything becomes chaos. I'm an agent of chaos. Oh, and you know the thing about chaos? It's fair! 
Chaos? Super! Ich lebe im Chaos, durch und durch. Hinter dem Zitat steckt folgendes "Experiment": man bringe Menschen in Extremsituationen, in denen sie zwischen moralischem und unmoralischem Handeln wählen müssen. Im Film (Achtung Spoiler!!!) wird zum einen Harvey Dent in diese Situation gebracht, zum anderen die Bürger von Gotham (es gibt zwei Fähren, die eine mit Häftlingen, die andere mit Normalbürgern; beide Fähren können über Leben und Tod der anderen bestimmen). Vom Grundansatz her ist die Idee nicht schlecht, so setzen sich zum einen die Menschen mit sich selbst und ihrem eigenen Handeln auseinander, zum anderen erfährt der "Chaosbringer" auch einiges über die Menschen, die er testet.

To analyse the situation appropriately, here's a quote of The Dark Knight: Introduce a little anarchy. Upset the established order, and everything becomes chaos. I'm an agent of chaos. Oh, and you know the thing about chaos? It's fair! 
Chaos? Awesome! I'm living the chaos. The quote bases a social "experiment": bringing people into extreme situations which make them decide between acting morally or immorally. The principle is not bad, since people are confronted with their character and their actions.



Der Joker ist für mich eine Figur, die einfach lebt und das Nachdenken weglässt. Gut, er ist natürlich ein Extrem, aber man muss ja nicht den kompletten Charakter adaptieren. Tatsächlich bin ich in der Lage (man mag es kaum glauben...) die diversen Eigenschaften des Jokers in für mich plausible Charakterzüge bzw. Handlungsweisen zu übersetzen. Seine anarchistischen Gedanken geben ihm die absolute Freiheit, zu tun und zu lassen, was er will. Wofür man dies einsetzt, ist nunmal jedem selbst überlassen. Außerdem nimmt er die Welt mit einer großen Portion Ironie, Sarkasmus und Zynismus, why so serious? Das Leben ist hart genug, warum es dann nicht mit Witz nehmen? Eine Eigenschaft, die man zu 100% annehmen kann, ist seine Ablehnung gegen Geld und materielle Besitztümer, so besitzt er ja nicht mehr, als eine Auswahl an diversen Messern. 

I interpret the Joker as a character that simply lives and doesn't think so much. Well, he is extreme, but nobody's forced to adapt the whole character. Indeed I'm able to translate his characteristics into something plausible. His anarchistic thoughts give him a lot of freedom, everybody's responsible for how to use that. Moreover, he's living in irony, sarcasm and cynicism, why so serious? Life's hard enough, why not taking it joking? One attribute everybody should adapt is to reject money and material possessions; he doesn't own more than a variety of knives. 



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