Donnerstag, 16. Juli 2015

Twenty-something

Das Schöne am Anfang-20-sein ist, dass man alle Möglichkeiten offen hat. Man kann studieren, wo man will, man kann wohnen, wo man will, man ist an nichts gebunden. Für mich existieren gerade weder Raum noch Zeit, dass Sonntag ist, merke ich meistens nur daran, dass die Läden geschlossen sind. Einerseits ist diese unfassbare Freiheit ziemlich geil, auf der anderen Seite kann sie auch sehr schnell überfordern. Wer zu viel Auswahl hat, wählt zum Schluss gar nicht, aus der Angst, etwas zu verpassen. 
Ich bin jemand, der Veränderungen liebt, ja sie sogar zum Leben braucht. Eintönigkeit nervt mich ziemlich schnell, also "flüchte" ich in das nächste Abenteuer. Das spiegelt sich auch in meinem Lebenslauf wider - zu viel angefangen, nichts beendet. 
Leider bleibt auch mein Liebesleben von dieser Lebensart nicht verschont: Auf der einen Seite bin ich wahnsinnig gern alleine und genieße meine Freiheit, aber auf der anderen Seite wünsche ich mir in dieser Beziehung doch eine Konstante in meinem Leben, einen Grund, irgendwo zu bleiben. Gerade das ist Anfang 20 und mitten im Studium ziemlich schwierig, so will man doch ein Auslandssemester machen, oder nach dem Studium reisen gehen. Welche Beziehung übersteht so etwas denn noch? Meine letzte ist durch meine 2 Monate in Asien zerbrochen. Wie soll das denn ein halbes Jahr oder länger gut gehen? Aber wenn man sich gegen diese Art der Freiheit entscheidet, verpasst man dann nicht auch einen Teil Lebenserfahrung?
Wir leben in einer Welt des ständigen Wandels, Überforderung ist da definitiv keine Seltenheit. Vor allem mein Leben ändert sich ziemlich schnell, ja sogar fast wöchentlich. Vor Asien war es anders - während Asien sowieso - die ersten Wochen danach kommen mir im Vergleich zu heute ewig weit weg vor. 
Ich frage mich oft, ob es Zeit, wie sie uns bekannt ist, überhaupt wirklich so geben kann. Sie vergeht teilweise so schnell in den schönen Momenten, wartet man jedoch auf etwas, vergeht sie schleichend langsam. Mein Zeitgefühl habe ich absolut verloren, was mir aber auch einen Teil Freiheit wieder gibt, die ich durch Verbindlichkeiten verliere. 
Es bleibt spannend, was die nächste Zeit bringen wird. In einer Woche habe ich Ferien, in zwei Wochen bin ich in Frankfurt bei Freunden, die ich in Kambodscha kennengelernt habe, in drei Wochen bin ich in Hamburg mit meiner Mutter und im September kommt hoffentlich Jeremy. Und nachdem Ivana immer noch nicht den Weg nach Deutschland gefunden hat, werde ich sie wohl in Irland besuchen :)

The good part of being 21 is, that you can choose between so many opportunities. You can study wherever you want, you can live wherever you want, you're free. Space and time do not exist at the moment, I only recognize weekends by closed stores. On the one hand, this incredible freedom is awesome, on the other hand it might overstrain. When you can choose between too many options, you probably don't choose at all since you're afraid to miss something.
I love changes, I really need them to live properly. Monotony bores me, so I "escape" to the next adventure. You can easily see that in my CV - started too much, finished nothing.
Unfortunately, not even my love-life is safe by this way of living: on the one hand I enjoy being on my own and being free a lot, on the other hand I'd love to have a relationship which is constant and giving me a reason to stay somewhere. Especially in my age and during studying it's quite difficult to have that, because some would like to do an abroad semester or travel after finishing their studies. Which relationships is able to survive that nowadays? The last one I had ended because of the 2 months I spent in SEA. How should that be possible to work for half-a-year or even more? But if you decide against that kind of freedom, don't you miss a lot of living experiences?
We live in a fast changing world, overtaxing is definitely not rare. Especially my life changes a lot and very fast, sometimes weekly. It was different before Asia - during Asia - the weeks afterwards feel like being ages away.
I always ask myself if time, like we know it, really exists. In one week, holidays start, in two weeks, I'm going to be in Frankfurt to meet two amazing guys I met in Cambodia, in three weeks I'm gonna be in Hamburg with my mum and in September Jeremy is going to visit me. And since Ivana didn't manage to come to Germany I plan to visit her in Ireland :)

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