Freitag, 3. Juli 2015

Is that everything?

Ich laufe barfuß nachhause. Der Boden ist noch warm, endlich ist der Sommer in Deutschland angekommen. Es erinnert mich daran, wie ich mit Jazz barfuß durch Chiang Mai lief, auf der Suche nach unserem Hostel. Das war ganz am Anfang unserer Reise, es fühlte sich gut an, den Boden zu spüren. Die Zeit vergeht so schnell und ich habe das Gefühl, als könnte ich sie nicht einholen, als würde ich nicht mehr jeden Tag bewusst erleben und mich daran erfreuen.

Es war so einfach in Asien, ich selbst zu sein. Nach drei Monaten wünsche ich mich immer noch jeden Tag wieder zurück. In diese andere Welt, die so viel einfacher ist. Fast täglich erlebe ich kurze Flashbacks, die mich an Situationen in Asien erinnern. Diese Woche habe ich Pad Thai gegessen und mich an mein erstes, völlig überteuertes Pad Thai in Bangkok an meinem zweiten Tag erinnert.


Vor zwei Wochen war ich über das Wochenende in Österreich, um meine Freunde dort zu besuchen, die mir die ersten zwei Tage in Bangkok unvergesslich gemacht haben. Es kamen so viele Erinnerungen, an die Mai Tais, unsere Partynächte, die wundervollen Gespräche mit Chrissi.


Die Jungleparty mit Rebecca. Einer der schönsten Abende. Die langen Gespräche mit Ivana. Die unfassbare Hitze in den Bussen. Die vielen Bücher, die ich gelesen habe. Das Meer. Es zerreißt mein Herz, wenn ich an das wundervolle Meer zurück denke. Meine Asien-Playlist kann ich nicht mehr hören, weil sie mich zum weinen bringt. Ich vermisse all das wirklich zu sehr.

All die Pläne, die ich geschmiedet habe und zuhause wieder vergessen habe. Der Alltag ist das größte Gift. Der Zeitdruck, der finanzielle Druck, der Unistress. Momentan quält mich der Gedanke, ob das schon alles ist, was ich von meinem Leben erwarten kann. Zwei Monate absolute Glückseligkeit und dann?


I'm walking home barefoot. The floor is still warm, finally summer arrived in Germany. It reminds me of walking around barefoot with Jazz in Chiang Mai, looking for our hostel. That was at the beginning of our journey, it felt good to feel the floor. Time's moving so fast and I feel like I can't catch it up, as if I wouldn't live every day consciously and be happy about it.

In Asia it was so easy to be myself. After three months I still wish myself back every day. Back to this other, easier world. Almost daily there are flashbacks that remind me of specific situations in Asia. This week I've been eating Pad Thai and remembered eating the first totally overpriced one on my second day in Bangkok.

Two weeks ago, I spent my weekend in Austria to visit my friends that made my first two days in Bangkok unforgettable. There were so many memories, about Mai Tais, our party nights, the lovely conversations with Chrissi.


The jungle party with Rebecca. One of the most beautiful evenings. The conversations with Ivana. The incredible heat in the busses. All those books I've read. The ocean. It kills myself when I remember the ocean. I can't even listen to my Asian-Playlist anymore since it makes me cry. I really miss all that a lot.

All those plans I made and forgot back home. Everyday life is like poison. Time pressure, financial pressure, university pressure. At the moment there's that agonizing thought: is that everything I can expect from life? Two months of absolute bliss and then?

Ivana my dear love, thank you for being the best friend I ever had, even though there are always thousands of miles separating us. You understand me without saying words. <3

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