Sonntag, 19. April 2015

about happiness

Ok, das wird ein sehr persönlicher Post. Aber manchmal verspüre ich diesen Drang, meine Gedanken einfach runterzuschreiben und zu teilen. Vielleicht interessiert es jemanden. Vielleicht hilft es jemandem. Wer weiß das schon.

Nun, über Glück lässt sich vieles sagen, es gibt viele Verwendungen des Wortes an sich. Es gibt glücklich sein, Glück haben, glücklos sein, es gibt unzählige Symbole wie beispielsweise das vierblättrige Kleeblatt. Es gibt viele Texte zum Thema Glück, ich habe vor Kurzem Schopenhauers Die Kunst, glücklich zu sein gelesen, ohne erst einmal viel davon verstanden zu haben. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, ich werde es auf jeden Fall noch einige Male lesen müssen, um wirklich alles zu begreifen. Was mir aber auf jeden Fall klar geworden ist: das wahre Glück liegt in einem selbst. Man darf es nicht abhängig machen von den Umständen oder von Personen. Es befindet sich ganz tief verborgen im eigenen Herzen, man muss es nur hervorkitzeln.

Ich hatte in den letzten Jahren so meine Differenzen mit dem Glück. So war ich oft unzufrieden, unglücklich, tatenlos. Seit meiner Reise hat sich das allerdings geändert (zugegeben, es hat sich zuvor schon geändert, allerdings ist es mir dort erst richtig bewusst geworden). Auf einmal, als ich ein bestimmtes Lied hörte, durchströmte mich eine Woge des Glücks. Einfach so war ich glücklich, ohne großartig etwas dafür getan zu haben. All diese dunklen Nebel und tiefen schwarzen Löcher, in denen ich mich zuvor befand, waren auf einmal weg. Ich weiß bis heute nicht, wie ich das geschafft habe oder wodurch es ausgelöst wurde.

Als mir diese Phänomen öfter passierte, begann ich, darüber nachzudenken, was mich denn eigentlich glücklich macht. Jeder möchte glücklich sein, doch stellen wir uns wirklich die Frage, was dazu beiträgt? Im Grunde erwarten wir doch, dass uns das Glück in den Schoß fällt. Oder meckern, dass es nicht präsent ist, ohne etwas dagegen zu tun. Wenn ihr das lest, geht einen Moment in euch, und macht euch über euer eigenes Glück Gedanken, dann lest weiter.


Dieses oben beschriebene Glücksgefühl macht süchtig. Durch die Straßen zu laufen mit einem Lächeln im Gesicht (in Asien war jeder von meinem ständigen Grinsen beeindruckt), dieses unerklärliche Gefühl, das den ganzen Körper durchströmt.

Seit ich wieder hier bin, hatte ich dieses Gefühl leider immer seltener. Daraufhin habe ich beschlossen, herauszufinden, wie ich es hervorrufen kann. Die elementaren Dinge meines Lebens zu klären: Was macht mich glücklich?

... spontan sein
Bedeutet: etwas Neues zu wagen, die Richtung zu wechseln, keine Angst vor unbekannten Situationen zu haben, das Unvorhersehbare zulassen
Beispiel: Diese Woche wurde ich von der Mutter meines Nachhilfekindes zu deren Geburtstag eingeladen. Inklusive kompletter Familie. Man muss dazu sagen, die Familie kommt aus Russland (mich fasziniert die Kultur ohnehin wahnsinnig), ist sehr gastfreundlich und es hat sich mittlerweile eine schöne Freundschaft mit der Mutter entwickelt. Klar fühlt es sich komisch an, mit fremden Leuten, die teilweise kaum Deutsch sprechen, an einem Tisch zu sitzen. Vor allem, wenn man ja im Grunde nicht so eng mit der Familie ist. Aber: es war ein toller Abend! 

... tanzen
Was gibt es Schöneres, als die ganze Nacht durchzutanzen, ohne sich um irgendetwas um einen herum zu kümmern? Tanzen befreit, gibt Selbstbewusstsein, drückt Persönlichkeit aus.

... Neuanfänge / Veränderungen
Bereits vor ein paar Monaten habe ich festgestellt, dass ich wahnsinnig gerne alles über den Haufen werfe und neu anfange. Man möge mir deshalb vielleicht mangelnde Disziplin oder Ähnliches vorwerfen, doch somit vertreibe ich die Langeweile aus meinem Leben. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich noch einmal umziehen möchte. 

... Bücher
Ein Leben ohne Lesen funktioniert für mich nicht. Bereits im Alter von 6 Jahren, als noch niemand außer mir in der ersten Klasse lesen konnte, habe ich Harry Potter verschlungen (diese Liebe besteht heute noch!). Heute ist es Paulo Coelho, die Liste meiner noch zu lesenden Bücher ist schier endlos und erweitert sich jeden Tag. Ich bin froh um die vielen Freistunden, so kann ich in Ruhe in der Sonne sitzen und lesen.

... Freiheit
In Deutschland sind wir ja im Grunde ziemlich frei (zumindest wird uns das vorgegaukelt...), doch wahre Freiheit bedeutet für mich, meine eigenen Entscheidungen zu treffen, unabhängig zu sein, Fehler zu machen. Mit dem Fahrrad durch die Natur zu fahren. Oder zu fliegen. Wenn es budgetmäßig funktioniert, hatten mein Bruder und ich für dieses Jahr Fallschirmspringen geplant :) Auch ganz wichtig: die Freiheit, nicht immer erreichbar zu sein. Im Zeitalter von Facebook, WhatsApp und Co. ist es schön, mal nicht ständig verfügbar zu sein.




Ok, this is going to be a very personal post. But sometimes I just have to write down my thoughts and share them with all of you. Maybe somebody is interested in what I'm writing. Maybe it's going to help someone. Who knows?

Well, you can say a lot about happiness, in German there are many different kinds of using the word "happy", I can just try it in English: being happy, being lucky, being unhappy, symbols like a four leaves clover and so on. There are a lot of texts about it, as well. I can recommend the book "Art of being happy" by Schopenhauer, even though it's not easy to read and to understand. Something that became clearly: you can only find happiness in yourself. It should not depend on circumstances or persons. It's hidden deep in your heart, you only have to find it.

I had to struggle with happiness within the last years. I've been dissatisfied, unhappy, passively. Since my travel that actually changed (well, it changed before but I noticed it in Asia). Suddenly, when I was listening to a certain song, there was that amazing feeling of happiness inside my body. I've been happy without doing anything to feel like it. The dark fog, the deep black holes I was living in before vanished at once. Until today I don't know how that was able to happen.

Once that phenomenon was happening, I started to think about what really makes me happy. Everybody wants to be happy, but do we really ask ourselves what exactly contributes to it? Basically, we expect happiness happening by accident. Before you go on reading, think about your own happiness.




This feeling I just described is addictive. To walk around, constantly smiling, this inexplicable feeling.

Since I'm back home, that feeling became rare. Consequently I decided to find out how to induce it. To clarify fundamental things concerning my life: What makes me happy?

... being spontaneously 
That means: to try something new, change directions, not being afraid of unknown situations, to accept unpredictable things.
For example: I'm teaching a girl German and Maths. This week, her mom invited me to join the girl's birthday party. Including the whole family (they're Russian; I love that culture!). They are very hospitable and a wonderful friendship developed during the last few months. It felt kind of weird to have dinner with people I don't know and who not even speak German properly. Especially since I'm not part of the family. But it was a nice evening!

... dancing
Is there anything better than dancing the whole night without caring about anything else? Dancing makes you feeling free, makes you more self-confident, expresses your personality.

... new beginnings / changes
Already a few months ago I noticed, that I love starting new things and quitting old ones. You could accuse me not being disciplined, but that's how I expel boredom. Maybe that is as well the reason why I want to move again. 



... books
Living without reading does not work anyway. When I was 6 years old I started reading Harry Potter (I still adore the books!!) Today I'm reading Paulo Coelho, my to-read list is endless and expanding daily. I'm happy about every single minute I can spend sitting outside in the sun reading.

... freedom
Basically, in Germany we are free (at least people tell us like that...) but real freedom means, to decide by yourself, being independent, to make mistakes. Biking through nature. To fly. I planned skydiving this year together with my brother. Important as well: the freedom of not being available all the time. In the age of Facebook, WhatsApp etc. it's awesome to be unavailable.


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