Samstag, 3. Januar 2015

Das Café am Rande der Welt - John Strelecky

Vor kurzem habe ich das Buch Das Café am Rande der Welt gelesen. Es ist sehr einfach und leicht verständlich geschrieben, die Story an sich beinhaltet auch nichts sonderlich Neues: ein Mann verirrt sich und findet sich in dem Café wieder, dort wird er mit den wesentlichen Fragen des Lebens konfrontiert.

Warum bist du hier?

Hast du Angst vor dem Tod?

Führst du ein erfülltes Leben?

Bis dahin nichts ungewöhnliches, wenn man sich nicht auf die Fragen einlässt, wird man das Buch vermutlich langweilig finden. Ich habe auch einige Rezensionen gelesen, kann aber nicht nachvollziehen, wieso das Buch oft sehr schlecht bewertet wird.

Es gibt doch keine einfachere Art, um Menschen dazu zu bringen, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen. 

Ich muss zugeben, ich habe mich bisher noch nicht mit den Fragen auseinander gesetzt, vielleicht am ehesten mit der zweiten. 

Mir fällt immer wieder auf, dass viele Menschen einfach vor sich hin leben, kein richtiges Ziel haben oder ihre Ziele auf materielle Dinge wie Häuser oder Autos beschränken. Wenn ich darüber nachdenke frage ich mich oft: kann das alles sein? Soll der Sinn meines Lebens sein, dass ich studiere, mit viel Glück jede Menge Geld verdiene, ein großes Haus habe und einen Sportwagen fahre? Ich glaube, man vergisst oft, dass Geld einen im Leben sehr einschränkt. Um mein Haus, mein Auto und meine Familie zu finanzieren, muss ich viel arbeiten. Lange arbeiten. Angst haben vor Arbeitslosigkeit. Ich werde vermutlich entscheidende Momente im Leben meiner Kinder verpassen, weil ich arbeiten muss. Sollte ich das "Glück" haben, einen Mann zu haben, der sehr viel verdient, werde ich auch von ihm nicht viel haben. Als Alleinernährer wird er noch mehr arbeiten müssen, wir werden uns nur abends zum Schlafen gehen sehen. Und wieder frage ich mich: kann das alles sein?
Viele Menschen machen sich abhängig von Geld. "Mit mehr Geld kann ich mir dieses und jenes kaufen", "Wenn ich mehr Geld zur Verfügung hätte, wäre ich glücklicher". Doch wenn man tief in sich geht, merkt man vielleicht, dass das Glück nicht vom Geld abhängt. Oder dem Haus, oder dem Auto. 

Mittlerweile habe ich festgestellt, dass Geld vollkommen unwichtig ist. Das ganze Jahr schuften für einen 2-Wochen-All-Inclusive-Urlaub? Brauch ich nicht. Ein schnelles Auto, auf das alle neidisch sind? Brauch ich nicht. Eine Designer-Handtasche? Brauch ich erst recht nicht. Wer sich über solche Statussymbole definiert, versteckt sich vor sich selbst. Ich glaube, solche Menschen erkennen nicht, wie toll sie innerlich sind. 

Eines der Hauptthemen im Buch ist, seinen persönlichen ZDE, den Zweck der Existenz zu finden. (-> Warum bist du hier?) Selbstverständlich bekommt man in dem Buch keine Anleitung, wie man dieses schwierige Unterfangen am besten angeht. Ich werde mich dieses Jahr auf die Suche nach meinem ZDE machen, angefangen mit einer zwei-monatigen Asienreise ab Februar. Ich bin der Überzeugung, dass man sich selbst besser kennenlernt und seine Prioritäten im Leben besser setzen kann, wenn man nicht durch so viele Dinge abgelenkt ist, wie es zuhause der Fall ist. Hier muss ich studieren, nebenbei arbeiten gehen, einkaufen, meine Wohnung sauber halten usw. Da bleibt nicht viel Zeit, um über das eigene Leben, die Wünsche oder die Träume nachzudenken. Denn seien wir ehrlich, die Wenigsten nehmen sich diese Zeit. Es ist ja auch einfacher, Ausreden zu finden, als Sachen wirklich anzugehen.

Meine Pläne für dieses Jahr sind jedenfalls, dass ich jeden Tag mindestens 10 Minuten meditieren will. Mal den Kopf ausschalten, die Ruhe genießen. Ich möchte dankbarer sein für die kleinen Dinge im Leben. Ich möchte mein materielles Verlangen so gut es geht zurückschrauben. Was bringt mir denn schon ein voller Kleiderschrank? Im Grunde gar nichts. Ich möchte mich endlich in meiner Wohnung wohlfühlen, solange dort Chaos herrscht, wird in mir drin auch immer Chaos sein. 

Ich will einfach jeden Tag ein bisschen besser sein, der Welt das zurückgeben, was sie mir gibt: Bedingungslose Liebe.




I recently read the book  The Why Café by John Strelecky. It is written very simple and easy to understand, the story itself also includes nothing particularly new: a man lost and found in the cafe again, there he is confronted with the fundamental questions of life.

Why are you here?

Are you afraid of death?

Are you fulfilled?


Until then, nothing unusual, if you are not getting into the questions, you will find the book probably boring. I've also read some reviews, but can not understand why the book is often rated very poor.
There's no easier way to get people to deal with these issues. 
I must admit, I have not yet answered the questions, perhaps best with the second one. 
It strikes me time and again that many people just live, have no real goal or goals to limit material things such as houses or cars. When I think about it I often wonder: can this be everything? Should be the meaning of my life that I'm studying, with good luck earn a lot of money, have a big house and a sports car? I think we often forget that money limits our lives. In order to finance my house, my car and my family, I have to work a lot. To work long. Afraid of unemployment. I'll probably miss key moments in the life of my children, because I have to work. Should I have the "luck" to have a man who earns a lot of money, I will not have much of him. As a single breadwinner, he will have to work even more, we will see only in the evening to go to sleep. And again I wonder: can all these things be everything?
Many people are dependent on money. "With more money I can buy this and that", "If I had more money to spend, I'd be happier." But if one goes deep into yourself, you realize perhaps that happiness does not depend on money. Or the house, or a car. 
Meanwhile, I have found that money is completely unimportant. All year long working for a 2-week all-inclusive vacation? I do not need it. A fast car, that makes all the other people jealous? I do not need it. A designer handbag? I do not need that as well. Who defines itself through such status symbols, is hiding from himself. I think those people do not realize how great they are internally. 

One of the major themes in the book is to find his personal ZDE, the purpose of existence. (-> Why are you here?) Of course, you get the book in any guide on how to best tackle this difficult task. I'll make this year to look for my ZDE, starting with a two-month trip to Asia in February. I am convinced that you get to know yourself better and can put your priorities in life better, if you are not distracted by so many things is, as it is the case at home. Here I have to study, go the way work, shop, keep my apartment clean, etc. That does not leave much time to think about your own life, the desires or dreams. Because let's face it, very few people take this time. It's also easier to find excuses when things really tackle.

My plans for this year are in any case that I will meditate at least 10 minutes every day. Time off my head, enjoying the peace. I would be grateful for the little things in life. I want as much as possible cut back my material desires. What is a full closet worth? Basically nothing. I want to finally feel comfortable in my apartment, as long as there is chaos, will always be inside of me Chaos. 

I just want to be a little better every day, give the world back what it gives me: Unconditional love .

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen